Schweizer wollen sich nicht von Robotern pflegen lassen
Roboter übernehmen immer mehr Tätigkeiten von Menschen. In der Schweiz wird dies überwiegend positiv beurteilt. Schweizer wollen sich aber nicht von Robotern pflegen lassen.
In einem Themenschwerpunkt hat sich die Kirchenzeitung "Reformiert" mit dem Thema Robotik auseinandergesetzt. Zusammen mit dem Institut Demoscope befragte die Zeitung auch Personen in der Deutsch- und Westschweiz zu ihrer Einstellung in Bezug auf Roboter.
Roboter nicht als Gefahr gesehen
Eine knappe Mehrheit, nämlich 53 Prozent, sieht im Einsatz von Robotern in der Arbeitswelt durchaus eine Chance. Die Befragten versprechen sich vor allem eine Entlastung bei eintönigen und schweren Arbeiten. Eine Gefahr durch Roboter sehen nur 17 Prozent der Befragten.
59 Prozent könnten sich vorstellen, mit einem autonom fahrenden Zug von Zürich nach Lugano zu reisen. Etwas skeptischer zeigten sich die Befragten bei einem selbstfahrenden Taxi im Stadtverkehr. In ein solches Gefährt wurden nur 37 Prozent einsteigen, 62 Prozent lehnten dies ab.
Skepsis bei direktem Menschenkontakt
Ein Thema war dabei auch der Einsatz von Robotern in der Altenpflege. Mittels Robotern könnte dem Fachkräftemangel in der Branche entgegengewirkt werden, heisst es im Beitrag. In Japan werde dies schon erprobt.
Die Befragten in der Schweiz sind aber eher skeptisch. Auf die Frage: "Würden Sie es begrüssen, wenn Roboter pflegebedürftigen Menschen die Körperpflege abnehmen würden?", sagten 84 Prozent "nein" oder "eher nein". "Eher ja", gaben nur 13 Prozent zu Protokoll. Ein klares "ja" kam hingegen nur von 3 Prozent der Befragten.
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