Millionenklagen gegen Salt
Zwei ehemalige Partner von Salt haben den Provider verklagt. Sie werfen Salt vertragswidriges Verhalten vor.
Mobilcom und Adarna, zwei Ostschweizer Firmen, die früher für Salt Geschäftskunden angeworben haben, verklagen den ehemaligen Partner auf Schadenersatz in Millionenhöhe.
Wie die Werbewoche unter Berufung auf die Sonntagszeitung berichtet, geht es dabei um vertraglich zugesicherte Provisionen und Umsatzbeteiligungen. Ausserdem werfen die Kläger Salt vertragswidriges Verhalten vor, das das Einstellen ihrer Agenturtätigkeit zur Folge gehabt habe.
Millionenhohe Forderungen
Adarna Schweiz fordert 2,6 Millionen Franken, Mobilcom Schweiz sogar 8,5 Millionen Franken. Aufgrund ausbleibender Provisionszahlungen in Millionenhöhe mussten Mobilcom 42 Mitarbeitende entlassen und Konkurs anmelden. Auch Adarna kündigte 16 Mitarbeitenden fristlos.
2015 hatte Salt den meisten Vertriebspartnern, die vorher jahrelang für Orange gearbeitet haben, gekündigt. Wie das Unternehmen gegenüber der Sonntagszeitung bestätigte, konzentriert man sich neu verstärkt auf den direkten Kundenkontakt – den Vorwurf des vertragswidrigen Verhaltens allerdings weist man zurück. Man habe sich stets an den Vertrag und das geltende Agenturrecht gehalten.
Salt habe Partner ausbluten lassen
Adarna-Geschäftsführer René Matzigner wirft Salt vor, das Unternehmen habe die langjährigen Geschäftspartner ausbluten lassen, indem ab der Kündigung keine Überweisung mehr ausgeführt worden sei – dies, obwohl während der dreimonatigen Kündigungsfrist noch gearbeitet worden und Neukunden vermittelt worden seien.
Ausserdem wirft Matzinger Salt vor, darauf spekuliert zu haben, dass sich ein kleines Unternehmen ohnehin kein Gerichtsverfahren leisten könne und deshalb eine hohe Parteienentschädigung im Falle eines Sieges vor Gericht verlangt habe. Dieser Antrag wurde vom Zürcher Handelsgericht aber abgelehnt.
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