25 Jahre Haft für Ex-WorldCom-Chef Ebbers
Der ehemalige Chef des einst zweitgrössten US-Telecom-Unternehmens WorldCom Bernard Ebbers ist gestern in New York zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ebbers wurde der Verschwörung, des Wertpapierbetrugs und Falschangaben gegenüber Aufsichtsbehörden für schuldig befunden. Er verantwortet unter anderem einen Bilanzbetrug in der Höhe von 11 Milliarden US-Dollar. Die Staatsanwaltschaft hatte 85 Jahre Haft beantragt. Ebbers hatte WorldCom innerhalb von zwei Jahrzehnten durch Dutzende von Firmenaufkäufen von einer kleinen Telefongesellschaft zu einer der weltgrössten Telcos gemacht. Im Jahr 2002 brach WorldCom zusammen und musste Gläubigerschutz beantragen. Es kam zum grössten Insolvenzverfahren der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte. WorldCom firmiert nach einer Sanierung inzwischen als MCI. Im Mai stimmte der Aufsichtsrat der Übernahme durch Verizon Communications zu. Ebbers jahrelanger Betrug kostete am Ende rund 23'000 Beschäftigten den Arbeitsplatz. Er kündigte an, gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen. Scott Sullivan, der frühere Finanzchef von WorldCom, droht ebenfalls eine Gefängnisstrafe von bis zu 25 Jahren. Das Urteil gegen Sullivan soll Anfang August gesprochen werden.
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