Allianz gegen Google Books
Unter dem Namen Open Book Alliance trat am vergangenen Mittwoch eine Allianz von US-Unternehmen und –Organisationen gegen die Vereinbarung von Google und den US-Autorenverbänden an die Öffentlichkeit. Die Allianz sieht bei der Digitalisierungsaktion von Google die Rechte der Autoren mit Füssen getreten. Ausserdem befürchten sie, dass ein Monopol für den Vertrieb von E-Texten entstehen könnte. Die Allianz möchte, dass ein faires und offenes System für die E-Books entsteht. Die Open Book Alliance will die Bemühungen der einzelnen Mitglieder koordinieren und vor Gericht gegen Google argumentieren.
Nach einer Klage der Association of American Publishers (APP) und der Authors’ Guild im Jahr 2005 gegen Googles Pläne massenhaft Bücher zu digitalisieren, einigten sich die beiden Parteien im Oktober 2008 mit dem sogenannten Google Book Settlement. In diesem Rahmen erklärte sich Google bereit, den Rechtsinhabern 125 Millionen Dollar zu zahlen. Ausserdem wurde genau festgelegt auf welche Art und Weise Google die geschützten E-Books anbieten und verkaufen darf. Am kommenden 7. Oktober wird ein New Yorker Gericht über das Google Book Settlement entscheiden.
Zu der Open Book Alliance gehören Microsoft, Yahoo, Amazon, das Internet Archive, die American Society of Journalists and Authors sowie drei wietere Organisationen. Angeführt wird die Initiative von Peter Brantley von Archive.org und dem Kartellrechtsexperten Gary Reback.
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