Bund stoppt 42-Millionen-Auftrag an Microsoft superprovisorisch
Das Bundesverwaltungsgericht stoppt mit einer superprovisorischen Verfügung vorerst den 42-Millionen-Auftrag der Bundesverwaltung mit Microsoft. Damit reagiert sie auf die Beschwerde von 18 Open-Source-Anbietern, die gegen die nicht öffentliche Vergabepraxis des Bundes protestieren. Nicht betroffen vom Stopp sind Leistungen, die zum Funktionieren der Bundesinformatik nötig sind.
Ähnliche Vergabepraktiken stehen auch im Kanton Bern unter Beschuss. Erst am 25. Mai meldete der Netzticker, dass der EVP-Grossrat Marc Jost zusammen mit der parlamentarischen Gruppe digitale Nachhaltigkeit eine dringliche Interpellation einreichen will, um herauszufinden, weshalb der Kanton Bern die neue Software zwar öffentlich ausschreibt, jedoch das Betriebssystem und die Office-Lösung direkt an Microsoft vergibt.
Heute meldete die Swiss Open Systems User Group in einer Pressemitteilung, dass der Kanton Bern in der neusten Ausgabe seines Amtsblattes ein vier Jahre altes „Enterprise Agreement“ mit Microsoft Irland publizierte und damit eine Vertragsverlängerung mit Microsoft rechtfertigen wolle.
Dies stimmt aber nur zum Teil. Die Finanzdirektion sagte gegenüber dem Netzticker, dass der Vertrag aus dem Jahr 2005 schon damals veröffentlicht wurde und es im aktuellen Amtsblatt nur um die jetzige Vertragsverlängerung mit Microsoft gehe. Der Kanton Bern ist der Meinung, dass Lizenzverlängerung keiner öffentlichen Ausschreibung bedürfe, deshalb wurde der Sechs-Jahres-Vertrag mit einem Volumen von 27 Millionen Franken freihändig an Microsoft vergeben. Die Gemeinschaft der Schweizer Open-Source-Anbieter kritisiert an dieser Vertragsverlängerung vor allem die lange Laufzeit. Aus ihrer Sicht steigt bei solch langfristigen Bindungen die Gefahr der Abhängigkeit von Microsoft extrem.
In anderen Ländern scheint sich ähnliches zu tun. In Neuseeland beispielsweise verlor Microsoft einen Auftrag der praktisch den gesamten öffentlichen Sektor des Landes umfasst.
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