Datenschutz adé?
Microsoft hat die Nutzungsbedingungen für seine Onlineservices geändert und räumt sich das Recht ein, Daten aus mehreren Diensten zusammenzuführen und Inhalte zu analysieren. Datenschützer sind alarmiert.
Seit dem 19. Oktober gilt der neue Vertrag für Microsoft-Dienste wie Hotmail, MSN, Bing und andere Onlineangebote des Unternehmens. Bisher durfte Microsoft die gesammelten Nutzerdaten nur verwenden, um den jeweiligen Dienst zu betreiben. Unter bestimmten Bedingungen kann Microsoft nun Informationen über mehrere Dienste hinweg zusammenführen und Inhalte analysieren, wie das Google beispielsweise in seinem Email-Dienst bereits seit längerem macht - und dafür auch immer wieder in der Kritik von Datenschützern steht.
Voraussetzung für personalisierte Werbung
Bisher hatte Microsoft den Datenschutz als Kernelement seiner Produktpalette angepriesen. Damit positionierte sich das Unternehmen gegen andere Grosskonzerne wie Google oder Facebook.
Zwar wolle Microsoft weiterhin keine inhalts- und verhaltensbasierte Werbung schalten, beteuert der Konzern. Mit den neuen Nutzungsbedingungen wäre dies aber grundsätzlich möglich. Diese schaffen nämlich die nötigen Voraussetzungen, um das Nutzerverhalten zu analysieren.
Kritik von Datenschützern
Die neuen Nutzungsbedingunen ermöglichen ausserdem die Zusammenführung von Daten aus mehreren Onlineservices. Auch Google räumte sich dieses Recht im März über neue Nutzungsbedingungen ein und wird deswegen von Datenschützern kritisiert. Die Nutzer haben allerdings keine Wahl. Wer die Dienste der Unternehmen nutzen will, muss den Geschäftsbedingungen zustimmen.
Kostenpflichtige Windows-Software wie etwa Office ist von den neuen Bestimmungen derzeit nicht betroffen.
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