Goldgrube Wearables
Welches Potenzial bietet der Markt für tragbare Technologien wie Activity Tracker, Smartwatches und Datenbrillen? Auf der Wearable Technologies Conference in München gab es Antworten: 90 Millionen Wearables sollen dieses Jahr verkauft werden.
Am 27. und 28. Januar haben sich in München rund 400 Experten an der Wearable Technologies Conference versammelt und über das Marktpotenzial tragbarer Technologien diskutiert, wie Heise.de berichtet.
Der Marktforscher Josh Flood, Senior Analyst bei Abi Research, stellte etwa die Ergebnisse einer Studie zur Marktentwicklung für Wearables vor. Demnach rechnet er mit 90 Millionen verkauften Geräten in diesem Jahr. Dabei sollen neben Geräten aus dem Gesundheitsbereich vor allem sogenannte Activity Tracker den grössten Anteil im Wearable-Markt ausmachen. Smartwatches und Datenbrillen würden erst ab 2016 eine tragende Rolle spielen. Bis Ende des Jahres 2018 rechnet Flood mit 485 Millionen verkauften Geräten.
Neben Flood kamen auch Vertreter aus der Wirtschaft zu Wort. So präsentierte etwa Tim Moore von Rochester Optical Gestelle und Gläser mit Korrektur für Google Glass. Hersteller wie Fitbit und Sony zeigten die neuesten Modelle ihrer Activity Tracker. Isabel Pedersen, Autorin des Buches "Ready To Wear" gab Einblick in ihre persönliche Sichtweise der Branche. Sie prognostizierte eine Entwicklung hin zur Verschmelzung des Körpers mit der Technologie. Die Nutzer würden sich heute an die Vorteile durch tragbare Kleinstrechner wie Smartphones im Alltag gewöhnen und eine immer engere Beziehung zu den Technologien aufbauen.
Implantate als nächster Schritt
Der nächste Schritt dieser Entwicklung seien Wearables, die die Verbindung zwischen Körper und Technik weiter verstärken respektive die Grenzen verschwimmen lassen. Eine mögliche Weiterentwicklung seien Implantate wie die von Intel-Forschern für das Jahr 2020 vorhergesagten Gehirn-Chips. Wearables böten grosse Chancen, seien zugleich aber auch eine Herausforderung für die Gesellschaft. Laut Heise forderte Pedersen deshalb die Hersteller auf, die kulturellen Auswirkungen ihrer Technologien bei der Entwicklung zu berücksichtigen.
Wohin die Reise vor allem in puncto Smartwatch gehen kann, zeigte der Hersteller Neptune. Dieser präsentierte einen Prototyp seiner Smartwatch Pine, die mit einem 2,4-Zoll-Display und Android als Betriebssystem als vollwertiger Smartphone-Ersatz im Markt positioniert werden soll.
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