IBM: Arbeitskräfte aus der Cloud?
Laut dem "Spiegel" will sich IBM über ein neues Job-Konzept radikal umbauen: Der Konzern werde in Zukunft nur noch eine kleine Kernbelegschaft halten und Arbeitskräfte dynamisch aus der Cloud beziehen, berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin.
Weniger als eine Woche ist es her, als erste Berichte über einen Stellenabbau von IBM Deutschland im Web auftauchten. Noch bevor das Unternehmen dies offiziell bestätigt, verrät der "Spiegel" weitere Details: IBM werde seine Arbeitsstrukturen neu ausrichten, so das deutsche Nachrichtenmagazin, und künftig auf Miet-Jobber aus der Cloud setzen. Der Spiegel beruft sich dabei auf ein internes IBM-Papier, das der Konzern allerdings nicht kommentieren wollte.
Job-Wolke à la Facebook
Der Plan: IBM soll von einem kleinen Kern-Team geführt und Fachkräfte dynamisch über eine Internetplattform rekrutiert werden. Arbeitnehmer, die sich auf dem Web-Portal anpreisen, würde IBM nach eigenen Qualitätsmerkmalen zertifizieren. Im internen Papier soll von einem Arbeitsmodell in der Cloud die Rede sein, berichtet der Spiegel.
Womöglich werde IBMs neue Internetplattform gar um Social-Media-Funktionen à la Facebook ergänzt und auch für Konkurrenz-Unternehmen offen sein. Arbeitgeber sollen Arbeitnehmer Zeugnisse und Bewertungen ausstellen, die über das Web einsehbar sind. Die Arbeitskräfte würden internationale Arbeitsverträge erhalten, um restriktive Vorschriften in den jeweiligen Heimatländern zu umgehen.
Aus dem neuen Modell erhoffe sich IBM finanzielle Einsparungen sowie eine höhere Effizienz und Flexibilität. Auf Anfrage des Spiegels wollte der Konzern diese Pläne allerdings nicht bestätigen.
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