Inficon leidet unter schwachem Halbleitermarkt
Inficon erwartet trotz weniger Gewinn und Umsatz einen wachsenden Marktanteil.
Inficon, Schweizer Hersteller von Hard- und Software für die Halbleiter- und Vakuumbeschichtungsindustrie, hat das zweite Quartal 2012 ernüchternd abgeschlossen.
Wie Inficon mittteilt, sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,7 Prozent auf 75,5 Millionen US-Dollar (knapp 73,3 Millionen Schweizer Franken). Auch der Gewinn fiel tiefer aus als ein Jahr zuvor und betrug noch 9,1 Millionen Dollar (rund 8,8 Millionen Franken). Ein Rückgang um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Überkapazitäten bei Flachbildschirmen
Inficon begründet diesen Gewinnrückgang mit leicht höheren Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Dass der Umsatz sank, liegt aber an gewissen Geschäftsbereichen, die hinter den Erwartungen blieben. So hätten sich die Produzenten von Flachbildschirmen und Solarpanels angesichts bestehender Überkapazitäten zurückgehalten. Und auch das Geschäft mit Herstellern von Halbleiteranlagen blieb nach Aussage von Inficon "eher schwach", für das zweite Halbjahr erwartet das Schweizer Unternehmen aber eine Zunahme in diesem Zielmarkt.
Weil Inficon im vergangenen Quartal mehrere neue Produkte einführte, erwarte das Unternehmen einen wachsenden Marktanteil. Deshalb zeigt sich Inficon im Geschäftsbericht verhalten zuversichtlich für die kommenden Monate. Falls sich die Konjunktur in Europa und Asien stabilisiert, werde für das ganze Jahr ein leicht höherer Umsatz als 2011 erwartet.
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