Irische Datenschutzbehörde stellt sich quer
Seit einem Jahr kämpft der Jurastudent Schrems gegen Facebook. Nun stellt sich die zuständige Behörde plötzlich quer.
Die irische Datenschutzbehörde verweigert seit neuestem Gespräche mit dem Wiener Jus-Studenten Max Schrems. Mit einer SMS hat sie ihm mitgeteilt, dass man nicht mehr mit ihm sprechen wolle.
Schrems hatte Facebook vor einem Jahr wegen angeblicher Datenschutzverletzungen verklagt und hatte 16 Anzeigen bei der irischen Datenschutzkommission eingereicht. Mit den Anzeigen prangert Schrems an, dass Bilder, Texte und Nachrichten von Facebook aufbewahrt würden obwohl sie von Nutzern gelöscht wurden. Auch die neue automatische Gesichtserkennung bezeichnet er als "unverhältnismässigen Eingriff" in die Privatsphäre der Nutzer.
Behörde überfordert
Die irische Behörde ist deshalb mit dem Fall betraut worden, weil sich der europäische Hautpsitz von Facebook in Irland befindet. Sie sei laut Schrems mit dem Fall klar überfordert, schreibt "Pressetext".
Solange nun die Behörde ihre Kooperation verweigere, müsse sich Facebook vor Gericht nicht verantworten. Eigentlich hätte diesen Monat entschieden werden sollen, was mit den Anzeigen des Studenten passieren solle. Auf wiederholte Anfragen von Schrems habe die Behörde nicht geantwortet, erst die Kurzmitteilung brachte nun eine deutliche Antwort.
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