Letzte Meile: Sunrise klagt Swisscom wegen des Preises ein

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von nba@netzwoche.ch
Sunrise hat die Verträge mit Swisscom zur Entbündelung der Letzten Meile unterschrieben, teilt Sunrise heute offiziell mit. Sie unterzeichneten namentlich die Verträge zur Verrechnung eines Teilnehmeranschlusses, zur vollständigen Entbündelung der Anschlussleitung sowie zur Kollokation (Zugang zu den Telefoniezentralen). Wie zu erwarten, ist allerdings keine Übereinkunft erzielt worden zur "preislichen Ausgestaltung der Angebote", wie Sunrise schreibt. Swisscom beharrt auf der Preisvorgabe von 33,40 Franken für den Hausanschluss. Dieser liege massiv über dem europäischen Durchschnitt von rund 17 Franken, argumentiert Sunrise. Sunrise wird die Swisscom-Offerte nun bei der Comcom einklagen. Diese hat sieben Monate Zeit, die Tarife zu bestimmen, worauf aber Swisscom die Möglichkeit hat, gegen den Comcom-Entscheid rechtlich vorzugehen. Zudem will Sunrise auch weiterhin für den Bitstream-Zugang zwischen einer Ortszentrale und dem Hausanschluss kämpfen, wie der Telco weiter mitteilt. Im revidierten Fernmeldegesetz zur Öffnung der Letzten Meile ist vorgesehen, dass Swisscom der Konkurrenz den Bitstream-Access für vier Jahre öffnen muss. Swisscom verweigert bis anhin allerdings den Zugang mit dem Argument, im Breitandbereich aufgrund der Konkurrenz durch die Kabelnetzbetreiber, vornehmlich Cablecom, keine marktbeherrschende Stellung einzunehmen.