Mobile Dienste in der Schweiz: Es fehlen attraktive Angebote
2006 gaben die Schweizer gut 250 Millionen Franken für mobile Dienstleistungen aus. Ein Betrag, der sich in den nächsten fünf Jahren auf bis zu 620 Millionen Franken verdreifachen könnte. Voraussetzung ist, dass attraktive Angebote zur Verfügung stehen. Damit hapert es aber. Zu diesem Ergebnis kommt die Publicom-Studie Mobile Strategy 07.
Obwohl Netzbetreiber- und Content-Anbieter grosse Hoffnungen auf diese Dienste setzen, verbreitet sich momentan eher Ernüchterung unter den Nutzern, heisst es in der Studie weiter. Erste Gehversuche etwa mit Mobile Payment oder Ticketing würden aufgrund mangelnder Benutzerfreundlichkeit deshalb oft in Enttäuschung enden. Dies liege daran, dass Innovationen vor allem technologiegetrieben sind – dabei geht nicht selten die Perspektive der Nutzer verloren. Um die Kunden anzusprechen, so die Studie, sei es von zentraler Bedeutung, Kommunikationsmöglichkeiten anzubieten, die Freiheit, Sicherheit und Flexibilität versprechen.
Erfolgversprechende Kandidaten sind gemäss Studie etwa das Navigationssystem und das Radarwarngerät für Autofahrer, das schnelle und einfache Sperren der verlorenen Kreditkarte, Fahrplan- oder Verkehrsinformationen. Die hier vorhandenen Nutzerpotenziale würden nicht selten die Millionengrenze überschreiten. Problematisch hingegen sieht die Studie die Adaptation klassischer Medieninhalte wie etwa News oder Sportresultate.
Die Studie Mobile Strategy 07 basiert auf 1'200 repräsentativ befragten Personen in der Deutsch- und Westschweiz sowie umfangreichen Sekundäranalysen und Expertenbefragungen.
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