Mobile TV Schweiz will mit deutscher und südkoreanischer Hilfe an die Handy-TV-Konzession
Mobile TV Schweiz, das neu gegründete Unternehmen, das sich für eine Handy-TV-Konzession beim Bakom beworben hat, hat heute an einer Medienkonferenz über seine Pläne informiert. Partner der Bieler beim Kampf um die Konzession sind T-Systems Media and Broadcast und South Korean Telecom. Letztere haben nach Angaben von Mobile TV Schweiz in Südkorea bereits ein Handy-TV-Angebot mit heute 4,1 Millionen Nutzern aufgebaut. T-Systems wird für den Netzaufbau zuständig sein. Die Tochter der Deutschen Telekom hat schon Handy-TV-Netze in Berlin, Doha (Katar) und Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) aufgebaut. Mobile TV Schweiz schliesslich wird für die Inhalte verantwortlich sein. Geplant ist ein Angebot von 26 Programmen sowie zusätzliche Dienste, etwa das Herunterladen von Videoclips direkt übers Handy oder die Reaktion auf Werbeaktionen.
Der Handy-TV-Dienst soll den Mobilfunkanbietern angeboten werden, die dann die Preise festlegen. Deshalb macht Mobile TV Schweiz heute noch keine Aussagen über die Kosten.
Sollte das Unternehmen die Konzession nicht erhalten, wird es bestehen bleiben und wie schon heute vorgesehen Inhalte für Handy-TV entwickeln, die dann den Mobilfunkanbietern verkauft werden. An der Medienorientierung zeigte sich Mobile TV Schweiz aber sehr zuversichtlich, den Zuschlag zu erhalten. Mit T-Systems habe man ein Unternehmen mit konkreten Erfahrungen im Boot. Zudem will Mobile TV Schweiz die Bedingungen der Konzession überbieten: So soll auch der Empfang im Haus möglich sein und bis Ende 2012 sollen mindestens 55 Prozent der Bevölkerung mit Handy-TV versorgt sein – das sind 5 Prozent mehr als das Bakom in den Konzessionsbedingungen verlangt.
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