Offene Software und kein SIM-Lock: Das iPhone nimmt zwei Schritte in die Freiheit
Nun kommt es also doch: Apple will im Februar ein Software Development Kit veröffentlichen, mit dem Entwickler Applikationen für das iPhone und den iPod touch programmieren können. Dieses Versprechen gibt Apple-CEO Steve Jobs in einem gestern veröffentlichten offenen Brief. Bisher verwies Apple bei Fragen nach der Applikationen von Drittherstellern jeweils auf Webapplikationen. So sollte der Funktionsumfang des iPhones nach Ansicht des Herstellers erweitert werden.
Nun hat Apple der zweifellos grossen Nachfrage also nachgegeben. Dennoch schreckt das Unternehmen vor einer kompletten Öffnung der iPhone-Plattform zurück. Jobs erwähnt als Vorbild für die eingeleiteten Schritte Nokia. Auf einigen modernen Handys der Finnen können Applikationen von Drittherstellern nur installiert werden, wenn sie eine digitale Signatur aufweisen, die sich zu einem bekannten Entwickler zurückverfolgen lässt. Offenbar plant Apple ein ähnliches System: „Wir arbeiten an einem ausgeklügelten System, das Entwicklern einen breiten Zugang zur Softwareplattform des iPhones gewährt und gleichzeitig den User vor schädlichen Programmen bewahrt“, erklärt Jobs.
Inzwischen wurde auch bekannt, dass das iPhone in Frankreich zwar ab dem 29. November mit Orange als exklusivem Partner lanciert wird. Das Gerät wird allerdings anders als in anderen Ländern ohne SIM-Lock und ohne Vertrag ausgeliefert werden, weil die nationalen Gesetze dies untersagen. Wie viel ein „nacktes“ iPhone kosten wird, hat Orange noch nicht bekannt gegeben. Quellen der französischen Website Macbidouille sprechen von 999 Euro.
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