Sunrise mit konstantem Umsatz aber weniger Gewinn
Sunrise erzielte im ersten Halbjahr mit 962 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr einen konstanten Umsatz (Vorjahr: 953 Millionen Franken. Der Gewinn sank allerdings um 64,8 Prozent auf 89 Millionen Franken. Dies, weil Sunrise im Vorjahr einen Sonderposten von 169 Millionen Franken verbuchen konnte, nachdem das Bundesgericht Swisscom zur Senkung der Interkonnektionspreise gezwungen hatte.
Beim Mobilfunk blieb der Umsatz mit 578 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls konstant (plus 01, Prozent). Dies, obwohl sich der Kundenstamm um 13,8 Prozent auf 1,467 Millionen erhöhte. Tiefere Terminierungspreise und Mobilfunktarife sowie abnehmende Telefonverkäufe hätten den Zuwachs ausgeglichen.
Am meisten gewachsen sind die Festnetzdienste (plus 2,7 Prozent auf einen Umsatz von 303 Millionen Franken). Dies vor allem dank den steigenden Umsätzen im Bereich System Integration für Geschäftskunden. Allerdings ging die Zahl der Kunden in der Festnetztelefonie mit minus 4,6 Prozent auf 482'000 weiter zurück. Gemäss Sunrise vor allem aufgrund der Verdrängung durch Mobilfunk und Internettelefonie.
Stagniert bei einem Umsatz von 81 Millionen Franken haben auch die Internetdienste. Die steigenden Umsätze bei ADSL (plus 17,3 Prozent) aufgrund der grösseren Kundenzahl (plus 13,7 Prozent auf 232'000 Kunden) konnten den Rückgang im Dial-up-Bereich (minus 43,5 Prozent auf 83'000 Kunden) nicht kompensieren.
Sunrise kündigte einmal mehr an, ab Herbst erste ULL-Produkte auf den Markt bringen zu wollen. Geplant sind zuerst DSL-Produkte für Geschäftskunden und ab Frühling 2008 auch für Privatkunden. Bis 2010 soll 80 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Sunrises entündelten Produkten haben.
Man sei zu "substantiellen Investitionen" bereit, erklärte Sunrise-CEO Christoph Brand heute Vormittag an einer Medienorientierung. Die bisher schleppend verlaufende Entbündelung habe allerdings zu einem Investitionsstau geführt: Im ersten Halbjahr hat Sunrise 79 Millionen Franken investiert (Vorjahr 74 Millionen Franken), hauptsächlich in den Ausbau des mobilen Breitbandnetzes mit UMTS und HSDPA.
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