Think Tools und redIT wollen fusionieren
Kurz vor Weihnachten gaben Think Tools AG, Zürich, und redIT AG, Zug, bekannt, sie prüften die Fusion der beiden Gesellschaften. Kommt die Fusion zustande, würde die schwächelnde ThinkTools in erster Linie von der starken Marktposition und –präsenz der IT-Generalistin und Softwarefirma redIT profitieren. Peter Brogle, VR-Präsident von redIT ist überzeugt, dass der geplante Zusammenschluss auch redIT zugute käme: Einerseits durch die Erweiterung des Portfolios im Strategieberatungsbereich, andererseits aber auch durch Synergien in der Produkteentwicklung, die Börsenkapitalisierung von ThinkTools, und die noch vorhandenen Cash-Reserven, die Ende September 2003 immerhin noch 17,3 Millionen Franken betrugen. Die Börsenkapitalisierung von ThinkTools zusammen mit der starken Marktposition von redIT ermögliche dem neuen Unternehmen weitere Akquisitionen in der anhaltenden Marktkonsolidierung. Diese, so sagte Brogle dem NetzwocheTicker, werde sich im Jahr 2004 noch akzentuieren. Auch in Regionen wie Basel und Bern, wo redIT noch nicht stark vertreten sei, sieht Brogle Möglichkeiten für weitere Übernahmen.
Vorgesehen ist, die beiden Unternehmungen durch eine Kapitalerhöhung mittels Sacheinlage der redIT AG zu fusionieren. Das Zustandekommen der Fusion steht unter dem Vorbehalt der Ergebnisse der due diligence im Januar 2004 sowie der Zustimmung der Aktionäre. Während die Think Tools AG an der SWX kotiert ist, befindet sich das Aktienkapital der redIT AG hauptsächlich im Besitz des Managements. Die redIT AG verfügt über ein Nominalkapital von 14 Millionen Franken, jenes von ThinkTools beläuft sich auf rund 16 Millionen. Umsatzmässig ist redIT mit 81,5 Millionen Franken im Jahr 2002 allerdings deutlich grösser als ThinkTools mit 1,9 Millionen Franken Umsatz im Jahr 2002.
Die fusionierte Gesellschaft würde neu unter dem Namen redIT am Kapital- und Absatzmarkt auftreten. Die Marke Think Tools bliebe aber für die entsprechenden Produkte und Dienstleistungen, die nun über ein dichteres Netz vermarktet und vertrieben werden könnten, sowie als Name für die ausländischen Gesellschaft in München, bestehen. Nach Angaben von Markus Dörig, VR-Präsident von Think Tools, wird sich die Think Tools AG zur weiteren Reduktion ihrer Kostenbasis von den verlustreichen Operationen in den USA trennen oder diese schliessen und die Funktionen nach München verlagern. An der Börse wurden die Fusionsbestrebungen der beiden Unternehmen positiv aufgenommen: Der Aktienkurs von Think Tools verbesserte sich von 6,5 auf zwischenzeitlich neun Franken.
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