Verwaayen will weitere 750 Million Euro einsparen

Umsatzrückgang und Stellenabbau bei Alcatel-Lucent

Uhr | Aktualisiert
von George Sarpong

Alcatel-Lucents CEO hat wegen erneut rückläufiger Umsätze ein Sparprogramm verordnet. 5'000 Mitarbeiter werden deshalb ihre Jobs verlieren.

Mitarbeiter von Orange, Sunrise und Swisscom sollen Kundendaten veräussert haben. (Quelle: Sxc.hu, Colin Brough)
Mitarbeiter von Orange, Sunrise und Swisscom sollen Kundendaten veräussert haben. (Quelle: Sxc.hu, Colin Brough)

Telekomausrüster Alcatel-Lucent weist für sein zweites Geschäftsquartal einen einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro aus. Zwar sei der Umsatz im Vergleich zum vorherigen Quartal um gut 10 Prozent gestiegen, doch im Jahresvergleich muss das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 7,1 Prozent hinnehmen.

Geschäftsführer Ben Verwaayen gibt sich anlässlich der Präsentation der aktuellen Zahlen zerknirscht: "Obwohl wir gezeigt haben, dass wir operativ profitabel sein können, ist es wegen der Wirtschaftslage und des Preisdrucks klar, dass wir einen noch aggressiveren Sparkurs einschlagen müssen." Verwaayen erklärte, dass sich sein Unternehmen ein weiteres Sparprogramm auferlegt, "The Performance Program", genannt. Das Programm soll den Transformationskurs des Unternehmens, hin zu einem gesunden und profitablen Unternehmen beschleunigen. Verwaayen hofft dadurch 750 Millionen Euro einzusparen. "Diese Zeiten erfordern ein entschlossenes Vorgehen", liess er schriftlich verlauten.

Personalabbau angekündigt

In Folge werden 5'000 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren. Bei 76'000 Personen entspricht das gut sechs Prozent der Belegschaft. Wie viele Stellen davon in der Schweiz betroffen sein werden, ist derzeit noch unklar. Konkrete Infos sollen aber noch folgen, wie Alcatel-Lucent auf Anfrage der Redaktion versprochen hat.

Neben dem Stellenabbau prüft der Netzwerkausrüster auch Service-Verträge. Aus Kontrakten die als unprofitabel gelten will Verwaayen aussteigen. Aus Ländern mit unrentablen Märkten werde man sich zurückziehen. Das Patent-Portfolio werde künftig als unabhängiges Profit-Center betrieben. Verwaayen hofft so bis Ende nächsten Jahres insgesamt 1,25 Millarden Euro eingespart zu haben.

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