Vorerst keine Weko-Untersuchung zum SAP Support-Modell

Uhr | Aktualisiert
von christian.walter@netzwoche.ch
Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) wird keine Untersuchung gegen SAP (Schweiz) AG in Sachen Pflegegebührerhöhung einleiten, da SAP rückwirkend auf den 1. Januar 2010 seinen Kunden die Supportservices in zwei Varianten mit unterschiedlichem Leistungsumfang anbietet: SAP Standard Support und SAP Enterprise Support. Damit ist der Vorwurf der fehlenden Wahlfreiheit beim Support für SAP-Applikationen vom Tisch. Die offizielle Begründung der Weko soll in der nächsten Woche folgen. Peter Hartmann, Sprecher der IG SAP-Wartung, die die Weko initial auf den Plan gerufen hatte, gibt sich jedoch noch abwartend. Zwar sei man über SAPs Entgegenkommen in Sachen Support durchaus erfreut, die Verhandlungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Ausserdem müsse SAP in Zukunft noch unter Beweis stellen, an der aktuellen Lösung mit zwei Modellen festhalten zu wollen. Denkbar wäre nämlich in Zukunft den Preisunterschied zwischen beiden Modellen so gering ausfallen zu lassen, dass die Kunden alle auf das Enterprise-Modell wechseln und hinterher seine Hände in Unschuld zu waschen. In so einem Fall könnte man die Weko schnell wieder involvieren, meint Hartmann weiter, denn dort gäbe es mittlerweile ein wesentlich höheres Mass an Sensibilität für die Marktmacht SAPs.