Das Ende der monolithischen ERP-Lösungen
Monolithische ERP-Systeme, wie wir sie bisher kannten, sind ein Fall für die Geschichtsbücher. Dies prognostiziert die Marktforschungsfirma Gartner. Die Zukunft gehöre den hybriden Lösungen.
Das Markforschungsunternehmen Gartner prognostiziert, dass bis in Jahr 2016 die klassischen, monolithischen ERP-Systeme als veraltet empfunden und von neuen Lösungen abgelöst werden. Das ERP von morgen werde aus Cloud-Anwendungen und Business Outsourcing Services (BPO) bestehen. Andy Kyte, Garnter Vice President, hierzu: "Firmen, die ihre internen Prozesse verbessern möchten, werden fortan von reduzierten Kosten und einer grösseren Flexibilität profitieren können, indem sie Cloud- mit On-Site-Applikationen kombinieren. Wir nennen das postmoderne ERP."
Trennung der Prozesse
Im Bericht führt Gartner aus, dass die bestehenden ERP-Systeme nicht über Nacht verschwinden werden. Der Prozess in Richtung hybrider Lösungen werde vielmehr schrittweise stattfinden. Im Zentrum der Bemühungen werde dabei stehen, Prozesse voneinander zu trennen: Es werde Kernprozesse geben, die weiterhin On-Site betrieben würden. Der Rest werde ausgelagert. Dieser ERP-Neuausrichtungsprozess sei bei der Mehrheit der Firmen bis 2018 abgeschlossen, schreibt Gartner.
In ferner Zukunft könnte sich diese Trennung aber sogar ganz aufheben. Nigel Rayner, ebenfalls Vice President bei Gartner, sagt, dass in 10 Jahren gewisse Firmen vielleicht die ganze ERP in die Cloud ausgelagert haben könnten: "Es wird keine Anbieter allumfassender ERP-Lösungen mehr geben. Unternehmen werden stattdessen selektiv einzelne, vielleicht sogar alle ERP-Dienstleistungen aus der Cloud beziehen. Dies wird zur grossen, neuen Herausforderung für die IT-Abteilungen."
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