Studie von McKinsey

Wie die Schweizer Arbeitswelt von der Digitalisierung profitieren kann

Uhr | Aktualisiert

Die Digitalisierung soll in der Schweiz etwa gleich viele Stellen schaffen wie überflüssig machen. Dies geht aus einer Studie von McKinsey hervor. Das Beratungsunternehmen zeigt auch mögliche Stolpersteine auf – unter anderem: begrenzte Zuwanderung.

(Source: eyetronic / Fotolia.com)
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McKinsey hat eine Studie zu den Chancen der Digitalisierung für die Schweiz veröffentlicht. Den Ergebnissen zufolge liesse sich die Produktivität der Schweizer Wirtschaft um einen ganzen Prozentpunkt pro Jahr steigern. Ein derartiger Produktivitätsschub sei dringend nötig, um sich der doppelten Herausforderung einer alternden Gesellschaft und einer nur schleppend wachsenden Produktivität besser stellen zu können, schreiben die Autoren der Studie.

Die Verfasser empfehlen deswegen eine rasche und umfassende Digitalisierung und Automatisierung des Arbeitsmarkts. Mit den heutigen technologischen Möglichkeiten wäre es schon heute möglich, 46 Prozent der Arbeitsstunden zu automatisieren, heisst es in den Ergebnissen der Studie.

Neue Jobs kompensieren Stellenabbau

Durch solche digitalen und technologischen Neuerungen würden zwar Arbeitsplätze verdrängt werden, doch langfristig gesehen würden ähnlich viele Arbeitsplätze geschaffen werden. Bis ins Jahr 2030 liesse sich etwa ein Viertel der Arbeitsplätze automatisieren, was bis zu 1,2 Millionen Jobs entspricht. Im Gegenzug könnten bis zu einer Million neue Stellen entstehen.

Um die globale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zu gewährleisten, sei aber nicht nur eine umfassende digitale Transformation notwendig, schreibt McKinsey. Auch müssen die Fähigkeiten der Gesellschaft neu gewichtet werden, womit auch eine Überarbeitung des Bildungssystems in der Schweiz notwendig sei. Einfache kognitive oder körperliche und manuelle Fähigkeiten könnten um bis zu 20 Prozent weniger gefragt sein. Allerdings würde die Nachfrage nach sozialen, emotionalen und technologischen Kompetenzen um 20 bis 50 Prozent steigen.

Schweizer Bildungsinstitute würden derzeit etwa 3000 Technologieabsolventen pro Jahr zutage fördern. Dies entspreche weniger als die Hälfte der Fachkräfte, die gemäss McKinsey notwendig für den kommenden Wandel sind. Deswegen spiele die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte jetzt wie auch in Zukunft eine entscheidende Rolle, um den Bedarf an Fähigkeiten zu decken.

McKinsey bietet auf seiner Website eine Zusammenfassung der Studie an. Dort kann auch die vollständige Studie als PDF bezogen werden.

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