Digitalisierungsmonitor 2019

So soll Digitalisierung auf die Wahlkampfagenda gelangen

Uhr | Aktualisiert

Die Berner Fachhochschule, die Universitäten Zürich und Genf, Smartvote und Swico haben den "Digitalisierungsmonitor 2019" lanciert. Das Ziel des Projekts besteht darin, Wählern eine bessere Einschätzung der Kandidaten zu ermöglichen und die Digitalisierung als Wahlkampfthema für die Eidgenössischen Wahlen 2019 zu stärken.

(Source: Arnaud Jaegers / unsplash.com)
(Source: Arnaud Jaegers / unsplash.com)

2003 hat die Onlinewahlhilfe Smartvote ihren Dienst lanciert. Das Tool befragt Politiker zu Themen rund um Migration, Umweltschutz, Steuern und Wirtschaft und ermöglicht Wählern eine Einschätzung der Kandidierenden. Fragen zur Digitalisierung kommen im Fragebogen jedoch zu kurz, finden die Partner hinter dem Projekt "Digitalisierungsmonitor 2019". Sie planen deshalb, einen neuen Fragebogen noch vor den Eidgenössischen Wahlen 2019 zu lancieren.

Hinter dem Projekt stehen das Zentrum Digital Society der Berner Fachhochschule, die Universitäten Zürich und Genf, Smartvote und der Branchenverband Swico. Der "Digitalisierungsmonitor 2019" soll die Meinungen und Positionen von Politikern zu wesentlichen Dimensionen der Digitalisierung erfassen und Bürger über deren Einstellung informieren. Kandidierende würden sich durch den Fragebogen intensiver mit Themen rund um künstliche Intelligenz, Vernetzung oder Big Data auseinandersetzen, wodurch die Digitalisierung auf der Wahlkampfagenda an Gewicht gewinne. Für viele dieser Bereiche seien die gesellschaftlichen Folgen zwar nicht absehbar. Trotzdem erwarteten Bürger, Forscher und Konsumenten wegweisende Entscheide vom neuen Parlament zu digitalen Themen, schreiben die Projektpartner.

Ergebnisse für September 2019 erwartet

Die Expertenteams hinter dem "Digitalisierungsmonitor 2019" planen, den entsprechenden Fragebogen bis Ende Mai auszuarbeiten. Ab Mitte Juni soll er auf Deutsch, Französisch und Italienisch den Kandidierenden zur Verfügung stehen. Der Plan sehe vor, dass die Ergebnisse im September 2019 der Öffentlichkeit zugänglich seien. Im Hinblick auf die Eidgenössischen Wahlen 2019 soll dann ein anschauliches Digitalisierungsprofil von Politikern verfügbar sein.

Bei den E-Gov-Projekten der Schweiz fordert ICT-Switzerland weniger Tempo beim E-Voting und einen stärkeren Fokus auf zeitkritische Projekte. Mehr zur Stellungnahme des Verbandes lesen Sie hier.

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