Infomaniak bringt die Mailadresse für Microsoft-Muffel und mehr
Der Hostingprovider Infomaniak hat 2019 einen Umsatz von mehr als 21 Millionen Franken und ein Wachstum von 32 Prozent auf dem Deutschschweizer Markt verbucht. 2022 soll ein neues Rechenzentrum ans Netz gehen, und schon diesen Herbst bläst das Unternehmen zum nächsten Angriff auf Outlook, Slack und Co.
Der Genfer Hostingprovider Infomaniak ist in der Deutschschweiz auf Expansionskurs. In einer Mitteilung präsentiert er ein Wachstum von 32 Prozent, und einen Umsatz von mehr als 21 Millionen Franken für das Geschäftsjahr 2019.
Gleichzeitig gibt das Unternehmen Einblick in die anstehenden Projekte. Viele davon sollen Infomaniak ökologischer machen. Man arbeite derzeit an einem neuen Rechenzentrum, welches 2022 in Betrieb gehen werde. "Dieses Rechenzentrum nutzt 100 Prozent seiner erzeugten Wärme, um ein Genfer Häuserviertel zu beheizen", schreibt Infomaniak.
Ferner wolle das Unternehmen den CO2-Ausstoss "durch die erneute Nutzung alter Server" weiter senken. Die Herstellung neuer Server verursache mehr Emissionen, als der Weiterbetrieb eines alten Servers während 20 Jahren, erklärt die Firma das Vorgehen.
Kampf gegen Tech-Giganten geht weiter
Neuerungen gibt es auch im Dienstleistungsangebot. Ab Herbst 2020 bietet Infomaniak kostenlose E-Mail-Adressen für Privatpersonen und Unternehmen an, über die sich auch Kontakte und Kalender synchronisieren lassen.
Unternehmen erhalten zudem eine Slack-ähnliche Instant-Messaging-Lösung. Alle neuen Dienste bewirbt der Hostinganbieter als Schweizer Alternative zu populären Angeboten von Google, Apple, Microsoft und Co.
Nicht das erste Mal zieht Infomaniak derart in den Kampf gegen die grossen US-Techfirmen. Im Februar lancierte das Genfer Unternehmen ein Konkurrenzangebot zum Dateiübertragungsdienst "Wetransfer", und Anfang diesen Monats schaltete es eine "Google Drive"-Alternative frei, über die Sie hier mehr lesen.
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