Nur die Cloud kann sich halten

Update: IDC korrigiert Prognose für IT-Ausgaben weiter nach unten

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IDC hat seine Prognose bezüglich IT-Ausgaben für das Jahr 2020 korrigiert. Der Rückgang wird nicht 2,7 Prozent, sondern 5,1 Prozent betragen. Eine Branche zieht die Zahlen besonders nach unten.

(Source: anoli / Fotolia.com)
(Source: anoli / Fotolia.com)

Update vom 06.05.2020:

Marktforscher IDC hat seine Prognose für die weltweiten IT-Ausgaben 2020 nach unten korrigiert. Die Ausgaben würden nicht wie zuvor angenommen um 2,7 Prozent zurückgehen. Stattdessen rechnet IDC nun mit einem Rückgang von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Marktforscher mitteilt.

Im ICT-Bereich, der Ausgaben für Telekommunikations- und Business-Dienstleistungen miteinbezieht, würden die Ausgaben um 3,4 Prozent zurückgehen, wobei die Telekommunikation um 0,8 Prozent schrumpfe. Die Ausgaben für Geräte inklusive PCs und Telefone würden dieses Jahr bedeutend zurückgehen und die Gesamtausgaben für die IT am meisten belasten. Ausgaben für die Infrastruktur sollen andererseits noch immer moderat wachsen, das meiste davon dank der Cloud.

Originalmeldung vom 22.04.2020: Alle Branchen sparen bei den IT-Ausgaben - aber einige mehr als andere

Marktforscher IDC hat eine Prognose bezüglich der Auswirkungen der Coronakrise auf die weltweiten IT-Ausgaben veröffentlicht. Insgesamt soll diese 2020 um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück gehen, wie der Marktforscher mitteilt.

Keine Branche ist nicht betroffen – einige jedoch deutlich mehr als andere, wie der Prognose zu entnehmen ist. Insbesondere Branchen mit einem engen Bezug zum Gastgewerbe und dem Tourismus dürften die Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie am stärksten spüren und ihre Ausgaben entsprechend drosseln. IDC geht davon aus, dass die Ausgaben um mindestens 5 Prozent zurückgehen werden.

Lichtblicke

Dabei handle es sich in der Regel jedoch um eher kleine Player im Bereich der IT-Ausgaben. Anders sieht es aus bei der diskreten Fertigung und der Prozessfertigung – die zusammen rund 400 Milliarden US-Dollar pro Jahr investieren. Der erwartete Ausgabenschwund von 3 Prozent in diesem Bereich werde also insgesamt deutlich heftiger zu Buche schlagen.

Das Wachstum der IT-Ausgaben in den einzelnen Branchen. (Source: IDC)

Die Ausgaben werden jedoch nicht in allen Branchen zurückgehen. Eher rezessionbeständige Bereiche wie etwa die öffentliche Hand sollen trotz Coronavirus auch 2020 leicht zulegen – allerdings bei weitem nicht so deutlich, wie dies im vergangenen Jahr der Fall war.

Auch im Healthcare sowie im Telko-Bereich sollen die Ausgaben leicht ansteigen. Das stärkte Wachstum werde der Bereich Professional Services an den Tag legen mit einem Anstieg gegenüber Vorjahr von 1,7 Prozent.

Diskrepanz

Laut der Prognose von IDC werden kleinere Unternehmen ihre Ausgaben prozentual stärker zurückschrauben als Grossunternehmen. Allerdings sind die grösseren Unternehmen auch das grössere Stück des Kuchens. IDC rechnet damit, dass ihre Ausgaben um über 1 Prozent zurückgehen werden, was etwa 17 Milliarden US-Dollar entspricht.

Von diesem Rückgang wird insbesondere die Hardware betroffen sein mit einem Ausgabenrückgang von mehr als 5 Prozent. Die Ausgaben für IT- und Business-Services werden eher moderat sinken, da Unternehmen ihre bestehenden Geschäftsprozesse und Projekte aufrecht erhalten wollen.

Die Softwareausgaben werden hingegen um fast 2 Prozent zulegen – getrieben durch den Kauf von kollaborativen Anwendungen sowie Content-Workflow- und –Management-Applikationen.

Die Folgen der Coronakrise treffen auch den europäischen Smartphonemarkt hart. Die nationalen Lockdowns haben nicht nur Auswirkungen auf den Einzelhandel, sondern senken auch die Nachfrage, wie Sie hier lesen können.

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