Top 100 Europe 2020

Red Herring kürt Schweizer Start-ups

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Sechs Schweizer Start-ups haben es auf die Red-Herring-Liste der Top-100 in Europa geschafft. Zu den Gewinnern zählen drei Zürcher, zwei Zuger und ein Genfer Jungunternehmen.

(Source: siraanamwong / iStock.com)
(Source: siraanamwong / iStock.com)

Red Herring hat die Gewinner der Top 100 Europe Awards vorgestellt. Sechs Schweizer Start-ups schafften es in die Auswahl. Sie stammen aus den Branchen Fintech, Mobility, Internet Services sowie Soft- und Hardware.

Das sind die sechs Schweizer Start-ups, die zu den Gewinnern der diesjährigen Top-100-Europe-Awards von Red Herring zählen:

  • Apiax: Das Zürcher Regtech-Unternehmen entwickelt eine Plattform, die Finanzunternehmen bei der Compliance unter die Arme greifen soll. Apiax wandelt eigenen Angaben zufolge komplexe Regulierungen in binäre, maschinenlesbare Regeln um. Vor einem halben Jahr sammelte das Start-up in einer Series-A-Finanzierungsrunde 6,6 Millionen Franken ein. Das Ziel: nach Singapur expandieren und den Kundenkreis über die Finanzbranche hinaus zu erweitern.

  • Bond (vormals: Smide): Der Zürcher E-Bike-Sharinganbieter will ebenfalls expandieren und hat aus diesem Grund seinen Namen von Smide zu Bond geändert. Smide-Velos rollen hierzulande seit 2016. Das Unternehmen habe um die 20'000 Schweizer Kunden, sagte Corinne Vogel, COO und Mitgründerin des Unternehmens, anlässlich des 20. Asut-Kolloquiums in Bern.

  • Inivation: Das Spin-off der Universität Zürich gewann den Award in der Kategorie Hardware. Das Unternehmen entwickelt von der Natur inspirierte Bilderkennungssysteme. Zu den Kunden zählen Hersteller aus der Automobilbranche, der Unterhaltungselektronik, der Industrieautomation und der Luftfahrt. Eigenen Angaben zufolge hat Inivation bereits über 250 Kunden und Partner.

  • Mantu (vormals: Amaris): Die IT-Beratungsfirma aus der Genfer Gemeinde Vernier wurde bereits 2007 gegründet, hat sich aber vor einem Jahr umbenannt und eine neue Richtung eingeschlagen. Neu will das Unternehmen seine Kunden in allen Belangen rund um die digitale Transformation beraten. Mantu hat laut eigenen Angaben über 1000 Kunden aus allen möglichen Branchen.

  • Masha.ai: Das Start-up hat seinen Hauptsitz in Zug, das Team arbeitet aber von Kalifornien, Indien und Deutschland aus. Das Produkt: eine Chatlösung, die das Verhalten von Nutzern mittels Machine Learning analysiert und dem Nutzerprofil entsprechend Marken- und Produktempfehlungen abgibt. Über 1800 Brands und 8,8 Millionen Produkte seien bereits an Bord, heisst es auf der Firmenwebsite.

  • Open Mineral: Das Start-up aus Baar bietet eine B2B-Plattform für den Handel mit bestimmten Rohstoffen an: "Open Mineral Exchange" soll den Handel mit Metallen wie Gold und Kupfer effizienter gestalten. Gegründet wurde das Start-up durch ehemalige Mitarbeiter des Rohstoffkonzerns Glencore. Vor anderthalb Jahren sammelte das Unternehmen 5,5 Millionen US-Dollar aus, um die Entwicklung seiner cloudbasierten Plattform voranzutreiben, wie das "ICTjournal" berichtete.

Der Fintech-Inkubator F10 wählte kürzlich 12 Start-ups für den ersten Batch des Scale-up-Programms aus – darunter zwei Jungunternehmen aus der Schweiz.

Das Schweizer Pharma-Logistik-Start-up Skycell sammelte kürzlich 62 Millionen Franken ein. Die smarten Container des Jungunternehmens sind in der Coronakrise gefragter denn je. Als nächstes will das Start-up in den USA und in Asien expandieren.

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