Auf unterschiedlichen Wegen zum selben Ziel
Die Sternstunde der Cloud ist gekommen. Spätestens seit dem quasi behördlich verordneten Homeoffice nutzt sie fast jeder. Wir legen unsere Daten darin ab und haben unsere virtuellen Konferenzräume dort eingerichtet. Doch während es sich dabei um generell gehaltene Anwendungen handelt, die für beinahe jeden interessant sind, gibt es längst schon sehr spezifische Cloud-Lösungen für einzelne Branchen. Was diese Lösungen bringen und wer sie nutzt, sind die Themen dieses Focus.
Einen Überblick über den Schweizer Cloud-Markt bietet der Beitrag von Peter Bertschin, Managing Director des Marktforschers Information Services Group (ISG). Grosse Finanzdienstleister seien Vorreiter der hiesigen Cloud-Adaptation, schreibt er. Produktionsunternehmen dagegen hätten lange als Nachzügler gegolten. Im Vergleich zu Europa wachse der Schweizer Cloud-Markt überdurchschnittlich stark. Dies liege nicht zuletzt an den kürzlich eröffneten lokalen Datenzentren internationaler Anbieter.
Auch Everyware-Gründer und CEO Kurt Ris befasst sich mit der Cloud für den Industriesektor. Um den verschiedenen Herausforderungen zu begegnen, könne die Hybrid Cloud ein praktikabler Ansatz sein. Damit der funktioniert, braucht es aber umfassendes Know-how und einen sorgfältig ausgewählten Partner.
Warum sich die industrielle Fertigungsbranche für Cloud-Lösungen interessiert, erläutert Urs Kohler, Business Manager Automation & Software / Power & Components bei Rockwell Automation. Ein wichtiger Aspekt ist das Sammeln und Auswerten von Daten aus den Produktionsanlagen. Zudem liessen sich Fehler oft automatisiert aufspüren und beheben sowie Wissen innerhalb des Unternehmens weitergeben. Dabei dürfe aber keinesfalls die Cybersecurity vergessen gehen, schreibt Kohler.
Mit dem Thema Ausfallsicherheit befasst sich Kaspar Geiser, Geschäftsführer von Aspectra. Unternehmen, die mit der Public Cloud arbeiten, dürften diese keinesfalls vernachlässigen, zumal sich anhaltende oder wiederkehrende Störungen folgenschwer auf den Geschäftsbetrieb auswirken. Er plädiert für offene Augen bei der Wahl der IT-Infrastruktur und des Service-Level-Agreements.
Dass sich die Cloud für CAD-Anwendungen lohnt, zeigt Ueli Schwegler, Business Development Manager bei Xelon. Richteten Unternehmen mit hohen Anforderungen an Grafikleistungen früher oft eigene Workstations ein, hat die Cloud heute klare Vorteile wie etwa Skalierbarkeit, Flexibilität, Ausfallsicherheit und Kosteneffizienz.
In einem zusätzlichen Fachbeitrag, den Sie auf unserer Website finden, beschreibt Stella Gatziu Grivas, Leiterin des Kompetenzschwerpunkts Cloud Computing, Digitalisation & Transformation an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), warum sich beinahe alle Branchen heute für die Cloud entscheiden. Demnach unterstützt die Cloud die Entwicklung weiterer digitaler Technologien, etwa IOT, Machine Learning oder Robotics. Die Verbreitung der Cloud führe aber wiederum dazu, dass sich die Anforderungen an die IT-Branche und deren Fachkräfte verändern. Die Autorin plädiert für ein neues Mindset bei Business und IT-Mitarbeitenden sowie für eine Kooperationskultur im Unternehmen.
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