Ausgaben für Rechenzentren sinken - aber Marktforscher vertrösten
Die Ausgaben für Rechenzentren werden dieses Jahr Corona-bedingt um über 10 Prozent abnehmen. Doch Marktforscher sind sich sicher: Bereits nächstes Jahr sollen sie wieder zulegen – und das Wachstum soll die nächsten Jahre auch anhalten.
Die Ausgaben von Endnutzern für Rechenzentrumsinfrastruktur sollen bis Ende Jahr auf 188 Milliarden US-Dollar sinken. Im Vergleich zu 2019 entspricht dies einem Rückgang von 10,3 Prozent, wie Marktforscher Gartner schreibt.
Diesen Rückgang führt der Marktforscher auf die Coronakrise zurück. "Die Priorität für die meisten Unternehmen im Jahr 2020 ist es, die Lichter brennen zu lassen, daher wird das Wachstum von Rechenzentren generell zurückgedrängt, bis der Markt in die Erholungsphase eintritt", sagt Naveen Mishra, Senior Research Director bei Gartner. Der Covid-19-bedingte Lockdown verhindere dieses Jahr den Bau von über 60 Prozent der geplanten neuen Rechenzentren.
Die Nachfrage sei aber nur aufgeschoben – nicht aufgehoben, verspricht der Marktforscher. 2021 sollen die Ausgaben im Vergleich zu 2020 bereits wieder um 6,2 Prozent auf 200 Milliarden Dollar ansteigen. Das Wachstum soll anschliessend mindestens bis 2024 anhalten.
Wie hat sich der Schweizer Markt für Rechenzentren in den vergangenen 10 Jahren verändert? Was im Vergleich zu heute anders ist und welche Trends den RZ-Markt aktuell beschäftigen, sagt Franz Grüter, VR-Präsident von Green, hier im Interview.
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