Die neue Freiheit und ihr Preis
Der Umzug in die Cloud geht weiter. Immer mehr Unternehmen sagen goodbye zur Datenhaltung im eigenen Rechenzentrum, wie etwa eine Umfrage von Interxion ergab. Allerdings verläuft der Wechsel dann doch nicht so schnell, wie das Unternehmen vor ein paar Jahren noch prognostiziert hatte.
Dabei gibt es die Cloud eigentlich schon recht lange – auch wenn sie nicht immer so hiess. Im Grunde genommen lassen sich Ansätze zu dem, was wir heute "Cloud" nennen, bis in die Anfänge der 1990-Jahre zurückverfolgen. Eine kleine Geschichte der Cloud lesen Sie hier.
Seine IT-Infrastruktur in der Cloud zu betreiben, hat einige Vorteile. Laut Christoph Schnidrig, Solutions Architect Manager bei Amazon Web Services, können Unternehmen und ihre IT-Abteilungen dadurch etwa schneller und flexibler werden. "Man zahlt nur, was man tatsächlich nutzt und die Services lassen sich umgehend wieder abschalten", schreibt Schnidrig in seinem Fachbeitrag.
Martin Andenmatten, Präsident von Eurocloud Swiss und Managing Director von Glenfis, erklärt im Interview, warum Unternehmen heutzutage ihre Cloud-Infrastruktur aus verschiedenen Anbietern – im sogenannten Multi-Cloud-Modell – zusammenstellen. Portabilität, Interoperabilität und Interkonnektivität zwischen Cloud-Lösungen gehörten zum Konzept, sagt er. Sie ermöglichten es, "aus einem proprietären Angebot auszubrechen hin zu einem offenen Markt".
Doch eine Cloud-Infrastruktur bringt auch Herausforderungen mit sich. Mit den Auswirkungen des neuen Datenschutzgesetzes befassen sich Freelance Counsel Florian Prantl und Legal Counsel Thomas Kuster von LEXR in ihrem Fachbeitrag. Für Unternehmen, die sich bereits mit den rechtlichen Anpassungen rund um die europäische Datenschutz-Grundverordnung befasst haben, gibt es gemäss den Autoren nicht mehr viel zu tun. Wer Daten in der Cloud speichert, sollte sich jetzt Gedanken über den geografischen Standort, Datensicherheitsmassnahmen und Verantwortlichkeiten für den Fall einer Datenschutzverletzung machen.
Alexander Ivanyuk, Senior Technology Director bei Acronis legt im Fachbeitrag dar, warum auch Daten in der Cloud vor Ransomware-Angriffen geschützt werden sollten. Zwar würden die Cloud-Anbieter selbst kaum angegriffen, schreibt er. Doch erlangt ein Cyberkrimineller – etwa mittels Phishing – einmal die Zugangsdaten zum Konto des Cloud-Administrators, sind unter Umständen nicht nur die aktuellen Daten gefährdet, sondern auch die Back-ups.
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