Apple fährt E-Auto-Projekt an die Wand
Apple beendet die Arbeit an seinem selbstfahrenden Elektroauto Titan. Einige Mitarbeitende werden in die KI-Division des Konzerns überstellt. Es soll durch den Projektabbruch aber auch zu Entlassungen kommen.
Apple zieht seinem Elektroauto "Titan" den Stecker. Das berichtet "Bloomberg" unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Quelle innerhalb des Konzerns. Apple habe die rund 2000 Mitarbeitenden, die an dem Projekt arbeiten, am 27. Februar darüber informiert, die Arbeiten am Projekt herunterzufahren, schreibt die Nachrichtenagentur. Zahlreiche Mitarbeitende sollen in die Artificial Intelligence Division des Unternehmens verlegt werden und an generativer KI arbeiten, heisst es weiter.
Die am Projekt beteiligten Hardware-Ingenieure und Fahrzeugdesignerinnen könnten ebenfalls in anderen Divisionen des Konzerns unterkommen, es werde jedoch auch Entlassungen geben, schreibt "Bloomberg". Wie viele, sei noch unklar. Apple äusserte sich bislang noch nicht öffentlich zu den Berichten.
Schwieriger Markt für E-Mobilität
Apple sehe sich mit einem schwierigen Markt für elektrische Fahrzeuge konfrontiert, schreibt die Nachrichtenagentur weiter. Die Verkaufszahlen hätten in den vergangenen Monaten an Fahrt verloren, bedingt durch hohe Preise und eine fehlende Ladeinfrastruktur. General Motors und Ford hätten ihre Produktion etwa auf Hybridfahrzeuge umgestellt. Selbst Branchenkrösus Tesla habe für das aktuelle Jahr ein gebremstes Wachstum angekündigt. Inhaber Elon Musk amüsierte sich indes auf seinem Lieblingsspielplatz "X" über das Ende des Titan-Projekts.
Apple hatte laut Reuters vor zehn Jahren begonnen, an "Project Titan" zu arbeiten. 2017 erhielt der Konzern die Erlaubnis, in Kalifornien selbstfahrende Autos zu testen. Das erste Fahrzeug hätte ursprünglich dieses oder nächstes Jahr auf den Markt kommen sollen. Im Jahr 2019 sei es jedoch zu Problemen in der Entwicklung gekommen, welche die Entlassung von 190 Mitarbeitenden zur Folge hatten - und das noch bevor die Covid-19-Pandemie die Automobilindustrie beutelte, betont die Nachrichtenagentur. Apple schraubte seine Ambitionen kürzlich zurück und kündigte einen Marktstart für 2028 an, wie "Bloomberg" berichtete. Nun ist dem E-Auto-Projekt wohl endgültig der Saft ausgegangen.
Auch in der Schweiz wuchs die Elektromobilität im vergangen Jahr langsamer als erwartet, wie der Jahresrapport von Swiss Mobility zeigt. Hier erfahren Sie mehr dazu.
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