In Vaduz

Digital Summit bringt globale Technologie und europäische Souveränität zusammen

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von Marc Landis und jor

Der Digital Summit hat am 24. März im Vaduzer Saal im Fürstentum Liechtenstein rund 450 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammengebracht. Sie diskutierten aktuelle Entwicklungen rund um künstliche Intelligenz und digitale Transformation.

Der Liechtensteiner Wirtschaftsminister Hubert Büchel spricht am Digital Summit in Vaduz. (Source: zVg)
Der Liechtensteiner Wirtschaftsminister Hubert Büchel spricht am Digital Summit in Vaduz. (Source: zVg)

Der Digital Summit in Vaduz im Fürstentum Liechtenstein hat zum neunten Mal Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik versammelt. Am 24. März fand die Digitalkonferenz unter dem Motto "Globale Technologie trifft europäische Souveränität" statt und bot ein breit gefächertes Programm mit Fokus auf künstliche Intelligenz und digitale Souveränität.

Im Zentrum der diesjährigen Ausgabe stand die Frage, wie Europa im globalen Wettbewerb um künstliche Intelligenz eine eigenständige und verantwortungsvolle Rolle einnehmen könne, schreiben die Veranstalter in einer Medienmitteilung. Internationale Expertinnen und Experten zeigten auf, wie technologische Innovation, wirtschaftliche Skalierung und gesellschaftliche Verantwortung zusammen gedacht werden müssen.

Referate aus Wirtschaft, Politik und Forschung

Den Auftakt machte Marc Stampfli, Business Director Switzerland bei Nvidia. Er gab Einblicke in die rasante Entwicklung von Deep Learning, High Performance Computing und Quantencomputing und zeigte, wie leistungsfähige Recheninfrastrukturen zur Grundlage moderner KI-Anwendungen geworden sind, die ganze Branchen transformieren.

Anschliessend rückte Cornelia Diethelm, Gründerin des Centre for Digital Responsibility, die gesellschaftliche Dimension in den Fokus. Sie machte deutlich, dass Vertrauen zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor wird und Unternehmen gefordert sind, ethische Leitplanken nicht nur zu definieren, sondern konkret in ihre Prozesse zu integrieren.

Marco Hutter, Professor für Robotik an der ETH Zürich, brachte die Perspektive aus der Forschung ein. In seiner Keynote gab er einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen rund um Lauf- und Humanoidroboter. Anhand von Anwendungsbeispielen zeigte er, wie diese Systeme funktionieren und welches Potenzial sie für Industrie und Gesellschaft entfalten können.

An der Schnittstelle von Datenanalyse und Life Sciences präsentierte Viktoria de La Rochefoucauld, Head of Life Sciences bei Palantir Technologies, wie künstliche Intelligenz und Daten Prozesse effizienter machen und Organisationen grundlegend verändern kann.

Eine unternehmerische Perspektive brachte Karsten Neugebauer, Unternehmer und KI-Experte sowie Mitgründer der G2K Group, ein. Er zeigte, wie europäische KI-Innovation international skaliert werden kann und welches Potenzial in der Kombination aus Technologie, Unternehmertum und globaler Vernetzung liegen kann.

Wie gewohnt präsentierte auch die öffentliche Hand mit dem Liechtensteiner Wirtschaftsminister Hubert Büchel Entwicklungen über die strategische Ausrichtung der liechtensteinischen Digitalpolitik und betonte die Bedeutung klarer Rahmenbedingungen für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

Fabian Schmid, Leiter des liechtensteinischen Amtes für Informatik, stellte konkrete E-Government-Projekte vor. Er zeigte auf, wie digitale Lösungen die Effizienz und Nutzerfreundlichkeit staatlicher Dienstleistungen nachhaltig verbessern können.

Der Digital Summit ist eine wichtige Austauschplattform für Politik und Wirtschaft im Rheintal. (Source: zVg)

Der Digital Summit ist eine wichtige Austauschplattform für Politik und Wirtschaft im Rheintal. (Source: zVg

Austauschplattform für Politik und Wirtschaft

Der Digital Summit 2026 in Vaduz gilt weiterhin als wichtiger Treffpunkt für digitale Zukunftsfragen in der Region Rheintal. Die Standortinitiative digital-liechtenstein.li organisiert die Veranstaltung, unterstützt durch die liechtensteinische Regierung, und vereint rund 70 Unternehmen und Organisationen mit dem Ziel, Liechtenstein als führenden Digitalstandort zu positionieren.

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