Code nach Gefühl – wie Vibe Coding die Softwareentwicklung herausfordert
dwi. Vibe Coding – der Prozess in der Softwareentwicklung, bei dem Menschen nicht mehr selbst Zeile für Zeile Quellcode schreiben. Stattdessen übernimmt die KI. Der Mensch hingegen gibt ihr Anweisungen in natürlicher Sprache und wird dabei gewissermassen zum Dirigenten.
Doch wie gut funktioniert dieses Prinzip, wenn aus einem schnell erstellten Prototyp eine Software für den dauerhaften Einsatz werden soll? Marco Ravicini von BBV Software Services erklärt im Fachbeitrag, worauf Unternehmen beim Vibe Coding achten müssen – von der Qualität und Sicherheit bis hin zu Governance, Wartung und Betrieb.
Dass die KI mehr Aufgaben beim Programmieren übernimmt, macht den Menschen allerdings nicht überflüssig. Vielmehr verändert sich seine Rolle im Software-Lifecycle und damit auch die Expertise, die es für die Entwicklung braucht. Patrick Federi von Ergon Informatik beleuchtet, wo der Mensch in der Softwareentwicklung weiterhin gefragt ist.
Und wie sich Vibe Coding sinnvoll in den Entwicklungsprozess einfügen lässt, zeigt Claudio Mirti von Microsoft. Er veranschaulicht anhand eines Praxisbeispiels, wo die Technologie ihre Stärken ausspielen kann – und wie der Übergang vom schnellen Prototyp zur produktiven Software gelingt.
Wie grundlegend Vibe Coding die Softwareentwicklung aber tatsächlich verändert, sagt Markus Stolze, Professor an der Ostschweizer Fachhochschule, im Interview. Dabei spricht er darüber, wo der Ansatz an seine Grenzen stösst, wie viel Informatikwissen trotz KI weiterhin nötig ist und woran Unternehmen erkennen, ob ihnen die neuen Werkzeuge tatsächlich einen Mehrwert bringen.
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