CHF-S

Schweizer Fintech Safirum lanciert Franken-Stablecoin

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von Startupticker, dwi

Das Zuger Fintech Safirum hat den Franken-Stablecoin CHF-S auf der Solana-Blockchain lanciert. Die Kryptowährung ist vollständig durch Schweizer Franken gedeckt, die bei zwei Partnerbanken hinterlegt sind. Dank einer integrierten Whitelisting-Funktion können ausschliesslich verifizierte Nutzer Transaktionen durchführen. Langfristig will Safirum ein Prozent aller Transaktionen in Schweizer Franken über CHF-S abwickeln.

(Source: moritz320 / pixabay.com)
(Source: moritz320 / pixabay.com)

Das im Kanton Zug ansässige Fintech Safirum hat seinen Franken-Stablecoin CHF-S auf der Solana-Blockchain in Betrieb genommen. CHF-S richtet sich sowohl an Private als auch an Banken, Kryptobörsen und andere institutionelle Nutzer.

Jeder im Umlauf befindliche CHF-S-Token ist im Verhältnis 1:1 durch gleichwertige Fiat-Bestände gedeckt. Die entsprechenden Mittel werden auf gesonderten Konten bei zwei Partnerbanken gehalten: der Berner Kantonalbank und der Banque Richelieu. Weitere Banken kommen demnächst als zusätzliche Depotbanken hinzu.

Die Ausgabe neuer Token erfolgt über institutionelle Investoren nach Durchführung der relevanten Identifikations- und Compliance-Prozesse sowie nach Eingang entsprechender Mittel. Private Nutzer erhalten dabei direkt über die eingebundenen Partner oder über dezentralisierte Handelsplattformen Zugang, nachdem sie ihr Wallet verifiziert haben. Die Abwicklung erfolgt dabei immer direkt auf der Blockchain.

Whitelisting direkt auf der Blockchain

Ein zentrales Merkmal von CHF-S ist die Integration regulatorischer Anforderungen in die technische Infrastruktur. Safirum hat den Stablecoin unter Berücksichtigung der geltenden Schweizer Vorgaben, insbesondere der Finma-Aufsichtsmitteilung 06/2024, ausgestaltet.

Entsprechend müssen sich sämtliche Nutzer vorgängig identifizieren. Privatpersonen durchlaufen eine KYC-Prüfung ("Know Your Customer"), Unternehmen eine entsprechende KYB-Prüfung ("Know Your Business"). Die Identitätsprüfung kann digital erfolgen und dauert nur wenige Minuten.

Transaktionen nur zwischen freigegebenen Wallets

Nach erfolgreicher Verifizierung wird das digitale Wallet für die Nutzung von CHF-S freigeschaltet ("Whitelisting"). Diese Funktion ist direkt in den entsprechenden Smart Contract auf der Solana-Blockchain integriert.

CHF-S kann dadurch ausschliesslich zwischen freigegebenen Wallets übertragen werden. Transaktionen an nicht verifizierte Wallets werden automatisch blockiert.

Bastien Thiébaud, Mitgründer und CEO von Safirum, kommentiert: "Wir sehen die Identitätsprüfung und das Whitelisting nicht als Hindernis, sondern als wichtige Voraussetzung für den breiten Einsatz von Stablecoins. Sie schaffen Vertrauen und Transparenz und ermöglichen es, die Vorteile der Blockchain mit den Anforderungen des traditionellen Finanzsystems zu verbinden. Das ist entscheidend, wenn künftig auch Banken, Versicherungen und andere institutionelle Akteure Stablecoins im grossen Massstab einsetzen sollen."

Das Ziel des vor rund einem Jahr gegründeten Unternehmens ist es, dass ein Prozent aller Transaktionen in Schweizer Franken in CHF-S abgewickelt werden. Zurzeit besteht das Team aus sieben Personen mit unterschiedlichen, hochgradigen Pensen.

Schnelle Transaktionen und tiefe Gebühren

Zu den möglichen Anwendungsbereichen des CHF-S gehören grenzüberschreitende Zahlungen zwischen Unternehmen, Treasury-Management, die Abwicklung von Transaktionen an Kryptobörsen sowie Zahlungen im Zusammenhang mit tokenisierten Vermögenswerten. CHF-S ermöglicht es damit, die Stabilität des Schweizer Frankens auch in digitalen Finanz- und Zahlungssystemen zu nutzen.

Anders als Stablecoin-Anbieter, deren Geschäftsmodell vorwiegend auf Erträgen aus den hinterlegten Reserven basiert, setzt Safirum insbesondere auf Transaktionsgebühren. Für Übertragungen von CHF-S wird eine Gebühr von 0,05 Prozent des Transaktionsbetrags erhoben, maximal jedoch 0.50 CHF-S, zuzüglich der Netzwerkgebühren.

"Der Schweizer Franken gehört zu den stabilsten Währungen der Welt. Mit CHF-S machen wir ihn auch für Blockchain-basierte Anwendungen verfügbar. Wir sehen erhebliches Potenzial für einen digitalen Franken, der aus der Schweiz heraus emittiert wird, den hiesigen regulatorischen Anforderungen entspricht und sich in die internationale digitale Finanzinfrastruktur einbinden lässt", so Thiébaud.

Giuliano Glocker, Gründer und Co-CEO von Maverix, kommentiert: "Bei Maverix Securities verbinden wir seit Jahren digitale Vermögenswerte mit traditionellen Anlagelösungen. Wir freuen uns, Safirum von Anfang an zu begleiten und als erstes Unternehmen CHF-S gemintet zu haben - damit schaffen wir die Grundlage für neue Anwendungen, insbesondere für unsere Kunden und die Verwaltung digitaler Vermögenswerte in unseren AMCs."

 

Dieser Beitrag ist zuerst auf startupticker.ch erschienen.

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