iPhone: HSDPA statt nur UMTS und ein neuer Swisscom-Starttermin?
Wann endlich kommt das UMTS-iPhone? Erst in der zweiten Jahreshälfte, schreibt RBC-Capital-Analyst Mike Abramsky gemäss „Apple Insider“ in einem am Montag veröffentlichten Report. Dann allerdings werde es eine enorme Wirkung haben, so Abramsky weiter. „Die Auswirkungen eines 3G-iPhones wird von der Branche total unterschätzt“, warnt er. Die UMTS-Technologie zusammen mit schnelleren Prozessoren würden erst die „wahre Kraft“ des Geräts entfesseln. Zudem rechnet Abramsky mit neuen Features wie Videoaufnahme, HD-Video-Streaming und auf GPS basierende, ortsabhängige Dienste in Echtzeit. Alles in allem werde Apple mit einem 3G-iPhone das selbst gesetzte Verkaufsziel von zehn Millionen Geräten in diesem Jahr um rund zehn Prozent übertreffen.
Mit nur acht Millionen verkauften iPhones rechnet hingegen Scott Craig von der Bank of America. Nachfragen bei Apples asiatischen Fertigungspartnern zeigten, dass für das 2. Quartal 2008 weniger als eine Million iPhones gefertigt werden, heisst es in seinem ebenfalls am Montag veröffentlichten Papier. Die Produktion sei heruntergeschraubt worden, weil die potenziellen Käufer in Amerika und Europa auf ein 3G-Modell warteten.
Informationen über das technische Design der zweiten iPhone-Generation will UBS-Analyst Nicolas Gaudois besitzen. Demnach wird auch der neue, HSDPA-fähige Chip vom deutschen Prozessorfabrikanten Infineon stammen. Deswegen habe Infineon auch die Produktion der Prozessoren für die erste iPhone-Generation gedrosselt. Die Lancierung des HSDPA-iPhones erfolge Mitte des Jahres, glaubt Gaudois.
Inzwischen sind im Internet Bilder von Swisscom-Prospekten zum iPhone-Start in der Schweiz aufgetaucht. Nachdem der oft als Starttermin genannte 29. Februar ereignislos verstrichen ist, ist auf diesen Prospekten vom 4. April die Rede. Noch darf die Echtheit der Bilder allerdings zumindest in Zweifel gezogen werden, denn die Icon-Anordnung auf den Bildern entspricht nicht der aktuellen: Statt vier Icons in einer Reihe sind auf dem „Swisscom-Prospekt“ nur drei Applikationen nebeneinander aufgereiht.
Die jüngsten Preissenkungen für den WLAN-Zugang könnten allerdings ein Hinweis darauf sein, dass sich Swisscom tatsächlich auf die Lancierung des iPhones vorbereitet. Zum einen erfolgt die Preissenkung nur für Natel-Kunden. Zum anderen hatte Swisscom im Frühjahr 2006 anlässlich der Einführung neuer Tarife für Mobile Unlimited das Geschäftsmodell WLAN-Hotspot als der Vergangenheit angehörend bezeichnet. Nun scheint man wieder zurück auf die Vergangenheit zu kommen.
Wild Card von Daniel Liebhart
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