iPhone in der Schweiz: Wird Orange durch den Mutterkonzern ausgebremst?

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von jgr@netzwoche.ch
Nach wie vor ist offen, welcher Telco das iPhone in der Schweiz exklusiv vertreiben darf. Orange, Sunrise und Swisscom sind immer noch zuversichtlich, jedoch könnte Orange in diesem Poker wegen einer speziellen gesetzlichen Regelung in Frankreich schlechte Karten haben - dies berichtet die NZZ am Sonntag in ihrer gestrigen Ausgabe. So führt Orange die Verhandlungen über den Vertrieb des iPhones auf Gruppenebene. France Télécom, der Mutterkonzern von Orange, liegt allerdings mit Apple im Streit. Das französische Konsum-Gesetz verbietet es nämlich, ein Produkt zu verkaufen, das an einen Dienst gebunden ist. So müsste Apple das iPhone in Frankreich auch ohne Vertrag anbieten. Das widerspricht aber der Apple-Strategie „Exklusivität gegen Umsatzbeteiligung“. Falls sich France Télécom und Apple nicht einigen können, dürfte Orange kaum den Zuschlag für den Vertrieb des iPhones in der Schweiz erhalten. Frankreich ist kein Einzelfall: Ein Anwalt in Kalifornien hat eine Sammelklage gegen Apple eingereicht, da die Vertragsbindung des iPhones an die Mobilfunkgesellschaft AT&T gegen das kalifornische Kartellgesetz verstossen würde.