Microsoft profitiert von AOL/Time-Fusion
Die Übernahme zeigt, wie unterschiedlich man die Welt sehen kann, kommentierte Microsoft-Sprecher Tom Pilla die Fusion von Time Warner und AOL. Allerdings stimmt das nicht ganz, immerhin hat sich Microsoft 1999 mit fünf Milliarden Dollar bei AT&T eingekauft und sich mit einer Milliarde an Comcast beteiligt, um einen Fuss im Kabelgeschäft zu haben.
Microsoft hat sich in den letzten Monaten, gebremst durch die Anti-Trust-Untersuchung und Misserfolge bei Slate und Sidewalk, im Content-Business sehr zurückhaltend gezeigt. Statt Inhalte wie bei Expedia und carPoint selbst zu entwickeln, hat Microsoft stärker auf Kooperationen gesetzt. Angesichts der Grösse von AOL/Time Warner dürfte Microsoft künftig auf wesentlich grössere Kooperationsbereitschaft bei Verlagen und Inhaltsanbietern stossen – und auf diese Weise indirekt von der Fusion profitieren.
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