Neue Technologien beeinflussen das Konsumentenvertrauen

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von jgr@netzwoche.ch
Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten haben einen wesentlichen Einfluss auf das Vertrauen von Konsumenten. Dies ergab eine Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts mit dem Titel „Vertrauen 2.0: Auf wen sich Konsumenten in Zukunft verlassen“. Das Internet hat sich zu einer wichtigen Informationsquelle vor der Kaufentscheidung entwickelt: Im Internet gibt es unzählige von Einschätzungen zu einem Produkt in Foren oder Preisvergleichdiensten. Auch eine hohe Glaubwürdigkeit besitzen Experten und unabhängige Institutionen wie die Stiftung Warentest. Herkömmliche Quellen wie Herstellerinformationen, Werbung oder Ratgeber-Publikationen verlieren hingegen an Bedeutung. Und auch die Händler verlieren zunehmen die Kontrolle über die Kommunikation, selbst am Point of Sale: Konsumenten agieren zunehmend im Kollektiv und holen sogar bei Spontankäufen noch Meinungen via Mobiltelefon bei Freunden oder der Familie ein. Bei der Untersuchung, worin Vertrauen im Internet basiert, kommen die Studienautoren zum Schluss, dass es da vor allem um Reputation durch das gegenseitige Bewerten der Teilnehmer geht. Die neue Mitmachkultur des Internets führt ausserdem dazu, dass Firmen nicht mehr lügen können, da dies früher oder später im Web 2.0 aufgedeckt würde und zu einem Verlust der Reputation führen würde.
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