Schweizer erhalten durchschnittlich 18 E-Mails pro Woche
Drei Viertel der in der Schweiz lebenden Personen mit E-Mail-Zugang sind der Meinung, dass ein Brief "persönlicher und schöner" als eine E-Mail sei. Entsprechend findet eine Mehrheit, dass die Kommunikation durch die neuen Medien oberflächlicher geworden sei. Dies zeigt eine im Auftrag der Post durchgeführte repräsentative Umfrage, die vom Marktforschungsinstitut IHA-GFK bei 700 Privatpersonen und 300 Firmenvertretern durchgeführt wurde.
75 Prozent der Schweizer verfügen über eine E-Mail-Adresse und erhalten durchschnittlich 18 E-Mails pro Woche. Nur 10 Prozent der Befragten gaben an, mit den neuen Kommunikationstechnologien überfordert zu sein. Diese leben gemäss Studie vorwiegend in ländlichen Gebieten, sind eher weiblichen Geschlechts, über 50 Jahre alt – und kommunizieren eher via Brief. Der typische E-Mail-Schreiber sei hingegen männlich, unter 30 Jahre alt und voll berufstätig.
Nicht überraschend ist, dass nur ein Prozent der Befragten eine Hochzeitseinladung via E-Mail versenden und nur zwei Prozent eine Liebeserklärung elektronisch übermitteln würden. Eher überraschend kommt hingegen, dass E-Mail bei Kontoauszügen (9 Prozent) und bei der Lohnabrechnung (16 Prozent) auch nur einer Minderheit passend erscheint.
Rund drei Viertel der Befragten rechnen mit einem Rückgang oder einer Stagnation des Briefvolumens. Dieses Resultat entspricht den Zahlen von Postmail: Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 5,117 Milliarden Sendungen zugestellt, was einem Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Vor allem die teureren A-Post-Sendungen werden vermehrt durch E-Mail ersetzt. Postmail geht von einem weiteren jährlichen Rückgang von etwa 1,5 Prozent aus.
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