"Recruiting Trends 2012 Schweiz"

Social Media legt bei den Rekrutierern leicht zu

Uhr | Aktualisiert

Laut den "Recruiting Trends 2012 Schweiz" von Monster.ch bleibt der Fachkräftemangel eine der Hauptsorgen der Rekrutierer. Hochgerückt in der Prioritätenliste ist Social Media.

Das Karriereportal Monster.ch hat die Ergebnisse der Arbeitgeberstudie "Recruiting Trends 2012 Schweiz" bei den Schweizer Top-500-Unternehmen präsentiert. Nebst der Wirtschafts- und Euro-Krise bleibt der Fachkräftemangel die Hauptsorge der Rekrutierer.

Sie gehen davon aus, dass 2012 37,2 Prozent der Stellen schwer zu besetzen sind, 6,6 Prozent sollen gar unbesetzt bleiben. Diese Werte sind konstant geblieben im Vergleich zu den Vorjahreswerten.

Rekrutierung älterer Personen als Ausweg?

Allerdings schauen sich die befragten Unternehmen nach neuen Lösungsszenarien um. So sind rund drei Viertel der Meinung, dass die Rekrutierung älterer Personen (>= 50 Jahre) eine mögliche Antwort auf den Fachkräftemangel sein könnte.

Häufig schauen sich die Rekturierer auch im Ausland um: 15 Prozent aller freien Stellen werden von den Top-500-Unternehmen aus der Schweiz mit Kandidaten aus dem Ausland besetzt, davon 36,2 Prozent häufig oder sehr häufig aus Deutschland.

Unternehmenswebsite und Online-Jobbörsen top

Der am häufigsten genutzte Rekrutierungskanal bleibt Online. 86,1 Prozent aller Vakanzen werden von den Schweizer Top-500-Unternehmen auf der eigenen Unternehmens-Webseite und rund 70 Prozent in Internet-Stellenbörsen veröffentlicht. Auch diese Werte sind im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben.

Social Media wird wichtiger

Wichtiger geworden ist dagegen Social Media. So suchen etwa 8,2 Prozent in Xing häufig aktiv nach interessanten Kandidaten und 12,5 Prozent nach zusätzlichen Informationen über bereits identifizierte Kandidaten.

Hier dürfte sich allerdings in Zukunft etwas tun: So sind knapp über 40 Prozent der befragten Unternehmen davon überzeugt, dass der Einsatz von Social Media die Leistungsfähigkeit der Rekrutierer erhöht. Ein Achtel der Befragten verfügen über eine explizite Strategie für den Einsatz von Social Media in der Personalbeschaffung.

Auch Mobile könnte kommen

Noch relativ tief ist der Wert auch bei Stelleninseraten auf den mobilen Kanälen. Demnach haben aktuell 6,6 Prozent der Befragten die Darstellung ihrer Online-Stellenanzeigen für mobile Endgeräte optimiert.

Doch auch hier dürfte in Zukunft einiges gehen: So denken vier von zehn Studienteilnehmern, dass die Ansprache von Kandidaten über mobile Endgeräte sinnvoll für die Rekrutierung sei.

Durchgeführt wurde die Erhebung zwischen November 2011 und März 2012 bei den Schweizer Top-500-Unternehmen durch das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main. Insgesamt 82 Unternehmen dieser Kategorie haben an der Umfrage teilgenommen.

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