4 Hauptgründe für Smart Cities

Swisscom erklärt, warum Städte smart werden sollten

Uhr | Aktualisiert

Was bringt es einer Stadt, Smart-Technologien einzusetzen? Und warum macht sie das? Swisscom und das International Institute for Management Development wollten das herausfinden. Laut den 25 Befragten gibt es vier Hauptgründe für Smart Cities.

Swisscom und das International Institute for Management Development haben über Smart Citys geforscht. Für eine Studie trugen sie die Erfahrungen von 25 Städten, Unternehmen und Startups zusammen, darunter Bern, Vevey und Zürich sowie die Schweizer Firmen Gfeller Informatik, Novaccess und Plair SA. Die Befragten nennen vier Hauptgründe, warum Städte smart sein sollten: Effizienz­vorteile, ökologische Ziele, eine höhere Attraktivität und eine grössere soziale Inklusion, was bedeutet, dass der Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird.

Was ist überhaupt eine Smart City?

Die Autoren des Papers "Smart City: Essentials for City Leaders" definieren den Begriff Smart City als städtisches Gebiet, das durch die Nutzung digitaler Technologien effizienter, umweltfreundlicher oder sozial inklusiver wird. Das Ziel der Smart City sei es, städtische Dienste zu verbessern oder neu einzuführen und dadurch ihre Attraktivität für Einwohner oder Unternehmen zu erhöhen.

Effizienzvorteile

Städte seien oft daran interessiert, ihre Infrastruktur effizienter zu nutzen, Kosten einzusparen und höhere Einnahmen zu erzielen. Das sei etwa mit «Smart Waste Management» möglich, dem Überwachen des Füllstands von Abfallbehältern mit Sensoren. Oder mit intelligenten Steuerungen für die Strassenbeleuchtung. Auch «Smart Parking» und die Schaffung von unterstützenden Infrastrukturen sollen Effizienzvorteile bringen, heisst es in der Resultaten.

Ökologische Ziele

Oft wollen Städte mit Smart-Technologien auch umweltfreundlicher werden. Der Bericht nennt folgende Beispiele: Initiativen zur Reduzierung von CO2-Emissionen, Senkung des Strom- und Wasserverbrauchs sowie Verringerung von Feinstaub-, Lärm- oder Lichtverschmutzung. Möglich sei dies mit Sensoren und Homeoffice-Initiativen.

Grössere soziale Inklusion

Smart-City-Projekte können laut der Befragung auch zu einer grösseren sozialen Inklusion in Städten und zu positiven Interaktionen zwischen Städten und Einwohnern führen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang vor allem Open-Data-Projekte.

Höhere Attraktivität

Einige Städte wollen schlicht auch ihre Attraktivität erhöhen. Dafür sollen Smart-City-Projekte etwa helfen, indem sie den Verkehrsfluss besser regeln oder die Fahrzeiten reduzieren.

Die Studienautoren stellen zudem fest, dass kleine und mittelgrosse Städte, die bereits auf dem Weg sind, smart zu werden, für ihre Smart-City-Projekte weitaus weniger Aufmerksamkeit als grössere und bekanntere Städte erhalten. "Wir sind jedoch der Auffassung, dass die Erfahrungen der kleinen und mittelgrossen Städte sehr wertvolle Einblicke liefern, weshalb wir uns hauptsächlich auf die Befragung solcher Städte konzentriert haben", heisst es im Bericht. 

Wichtige Fragen

Laut der Befragung sollen sich Städte folgende sieben Fragen stellen, bevor sie sich an Smart-City-Projekte wagen:

  • Welche Technologie/Infrastruktur müssen wir implementieren?


  • Können wir das Projekt finanzieren?


  • Wie kann die Politik das Projekt beeinflussen?


  • Wie beeinflussen gesetzliche Regelungen das Projekt?


  • Wie wird die Führungs-/Verwaltungsstruktur der Stadt den Erfolg des Projekts beeinflussen?


  • Welche Qualifikationen des Personals benötigen wir, um das Projekt zu implementieren?


  • Welche weichen und kulturellen Faktoren können das Projekt beeinflussen?

Die Autoren stellen zudem fest, dass kleine und mittelgrosse Städte, die bereits auf dem Weg sind, smart zu werden, für ihre Smart-City-Projekte weitaus weniger Aufmerksamkeit als grössere und bekanntere Städte erhalten. "Wir sind jedoch der Auffassung, dass die Erfahrungen der kleinen und mittelgrossen Städte sehr wertvolle Einblicke liefern, weshalb wir uns hauptsächlich auf die Befragung solcher Städte konzentriert haben", heisst es im Bericht.

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