Smart City – auf dem Weg zur intelligenten Stadt
Nach dem Einzug in die unterschiedlichsten vertikalen Märkte wie der Industrie, Logistik oder dem Gesundheitswesen hat die Digitalisierung auch die Städte erreicht. Philipp A. Ziegler von MSM Research greift das Thema "Smart City" im Sinne einer ersten Auslegeordnung auf.
Nun sind digitale Prozessabläufe in der Verwaltung einer Stadt oder Gemeinde nicht neu, eine intelligente Stadt deshalb aber nur auf die Digitalisierung von Geschäftsabläufen oder die Schaffung von Onlinediensten und entsprechenden Webportalen für die Bürger zu definieren, wäre zu kurz gegriffen. Eine allgemein anerkannte Definition für die «smarte City» existiert allerdings (noch) nicht. In der Regel hat der Begriff eine vernetzte, digitalisierte und intelligente Stadt im Fokus, vorab im Zusammenhang mit der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien. Dies alles zum Wohle der Bevölkerung. Mit einer umfassenden und intelligenten Digitalisierung soll die Lebensqualität nachhaltig maximiert und der Ressourcenverbrauch minimiert werden.
Letztlich geht es um ein nachhaltiges Städtekonzept, das Zeit, Kosten und Energie spart. Dazu können ein aufeinander abgestimmtes Verkehrssystem ebenso gehören, wie auch beispielsweise Müllentsorgungsroboter, selbstfahrende Taxis, eine zentral gesteuerte Energie- und Wasserversorgung oder auch ganz einfach ein kostenfreies WLAN. Eines haben alle Themen gemeinsam: ICT-basierte Lösungen spielen dabei eine zentrale Rolle.
Wie unsere Studienarbeit aufgezeigt hat, ist Smart City als Umbrella-Thema noch nicht auf der ganzen Ebene der befragten Städte und grösseren Gemeinden angekommen. Viele sehen darin bislang erst einmal nur einzelne Projekte der Digitalisierung. Den Überbegriff der «intelligenten Stadt» verbindet die Mehrzahl derzeit vor allem mit der Digitalisierung in den Bereichen Verwaltung, Mobilität und Energie.

Jeder zweite Befragte rechnet mit einer Realisierung und Umsetzung einer Smart City erst in den nächsten 6 bis 10 Jahren. 25 Prozent sogar erst in 11 bis 20 Jahren. Jeder Zehnte geht hingegen davon aus, dass die intelligente Stadt in den kommenden 5 Jahren Realität wird. Alle befragten Städte und Gemeinden erkennen über die ganze Bandbreite möglicher Themen grosses Potenzial für die erfolgreiche Realisierung von Projekten auf dem Weg zur intelligenten Stadt, vorab für die Bereiche smarte Beleuchtung, intelligente Verkehrssteuerung, Gesundheitswesen und Energiewirtschaft.
Die Digitalisierung hält Einzug in den Städten und Gemeinden. Eines dabei ist sicher: Es wird kein Sprint, es wird ein Marathon.
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