Twitter räumt Panne mit Werbedaten ein
Während mehr als einem Jahr hat Twitter seinen Werbekunden Zugang zu Nutzerdaten gewährt. Dies erfolgte auch dann, wenn die Nutzer dem explizit wiedersprachen. Das Problem soll mittlerweile behoben sein: Twitter gibt an, den Vorfall zu untersuchen.
Das soziale Netzwerk Twitter hat einen Fehler im Umgang mit Werbeeinstellungen eingeräumt: Bereits seit Mai 2018 habe man Nutzerdaten an ausgewählte Werbepartner weitergegeben – auch dann, wenn die Nutzer in den Einstellungen dies abgelehnt hatten.
Zu den Daten gehörten das Aufenthaltsland eines Nutzers sowie Informationen darüber, wie und wie lange er sich Werbeanzeigen anschaut. Ausserdem seien seit vergangenem September Werbeanzeigen personalisiert worden, auch wenn Nutzer dies in den Einstellungen ausdrücklich ablehnten.
Twitter betont, dass nie E-Mail-Adressen oder Passwörter weitergegeben worden seien. Man entschuldige sich dafür, die Auswahl der Nutzer nicht befolgt zu haben, teilt das Unternehmen mit.

Diese Auswahlmöglichkeit hat Twitter ignoriert. (Source: Screenshot der Einstellungen in der iOS-App von Twitter)
Bei wie vielen Nutzern des sozialen Netzwerks die Datenschutzeinstellungen ignoriert wurden, gab Twitter unter Berufung auf weitere Untersuchungen nicht bekannt. Nutzer sollten ihre Einstellungen überprüfen, müssten aber ansonsten nichts weiter unternehmen.
Als soziales Netzwerk spielt Twitter in der Schweiz nur eine Nebenrolle. Lesen Sie hier mehr zur Nutzung von Social Media in der Schweiz.
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