Marketingfirma hortet heimlich Instagram-Daten
Ein Start-up aus San Francisco hat im grossen Stil Daten von Instagram-Nutzern gesammelt und gehortet. Dazu gehörten Standortdaten sowie Texte und Bilder aus der "Stories"-Funktion.
Die Marketingfirma Hyp3r hat Daten von Millionen von Instagram-Nutzern heimlich gesammelt und dauerhaft gespeichert, wie "Business Insider" berichtet. Dazu hätten Standortdaten und Beiträge aus der sogenannten "Stories"-Funktion gehört, die nur einen Tag lang sichtbar sind.
Hyp3r, vormals ein offizieller Werbepartner von Instagram, soll die Daten automatisiert gesammelt und daraus Nutzerprofile erstellt haben. Diese enthielten detaillierte Informationen über Aufenthaltsorte, Interessen und Fotos.
Ein solches Vorgehen verstösst gegen die Nutzungsbedingungen von Instagram. Die Ursache für den Datenmissbrauch liegt dem Bericht zufolge darin, dass Instagram bei der Kontrolle seiner Datenschutzpolitik versagte. Das soziale Netzwerk habe die Marketingfirma mittlerweile aufgefordert, die Datensammlung einzustellen, sagte ein Sprecher gegenüber "Business Insider".
Instagram gehört seit 2012 zu Facebook. Der aktuelle Datenmissbrauch zeige, dass es Facebook über ein Jahr nach dem Skandal um Cambridge Analytica nach wie vor nicht schaffe, die Daten seiner Nutzer zu schützen.
Im Zusammenhang mit der Cambridge-Analytica-Affäre muss Facebook wohl 5 Milliarden US-Dollar zahlen. Doch die Kritiker finden, die Strafe sei ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für den Social-Media-Giganten. Sie fordern, dass auch die Top-Manager, darunter CEO Mark Zuckerberg, zur Verantwortung gezogen werden. Lesen Sie hier mehr dazu.
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