So viel Geld stecken die SBB in die Cyber-Abwehr
Die SBB bauen eine neue Geschäftseinheit zum Schutz ihrer Informatiksysteme auf. Zu diesem Zweck wollen die Bundesbahnen mehrere Millionen Franken ausgeben und 50 Mitarbeitende auf die Aufgabe ansetzen.
"Cyber Defence Center" heisst die neue Geschäftseinheit, welche die SBB in den kommenden Jahren aufbauen wollen. Wie die "Aargauer Zeitung" berichtet, wollen die Bundesbahnen auf diese Weise "das Dispositiv für den Schutz ihrer Informatiksysteme zünftig verstärken". Die Zeitung zitiert einen Sicherheitsexperten, der die Anzahl der jährlich auf die SBB verübten Hackerangriffe auf über 10'000 schätzt. Schon jetzt kümmere sich beim Bahnunternehmen ein Team von Spezialisten rund um die Uhr um die Cyberabwehr.
Über die Beschaffungsplattform "Simap" suchen die SBB nun nach strategischen Partnern für den Aufbau der neuen Cyber-Abwehr-Abteilung. Wie die "Aargauer Zeitung" weiter schreibt, sieht der Rahmenvertrag für die externen Partner in den kommenden fünf Jahren ein Auftragsvolumen von 50 Millionen Franken vor. Die Projektgruppe solle 50 Angestellte umfassen. "Besonderes Augenmerk müssen wir künftig verstärkt auf Angriffe richten, welche wir nicht ausreichend schnell erkennen", lässt sich ein SBB-Sprecher zitieren.
Im vergangenen November sorgte kein Hacker-Angriff, aber eine IT-Panne für fehlgeleitete Züge und zahlreiche Störungen bei den Onlinediensten der SBB. Mehr dazu lesen Sie hier.
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