Chat, Dokumentversand, Videotelefonie

E-Health-Plattform HIN bietet Whatsapp-Alternative fürs Gesundheitswesen an

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Nutzer der E-Health-Plattform HIN erhalten neu Zugang zu einem mobilen Instant Messenger. Er bietet in etwa die Funktionen von Whatsapp, soll aber datenschutzkonform und sicher sein. Die Lösung kommt vom Unternehmen Virtual Network Consult.

(Source: LoboStudioHamburg / Pixabay.de)
(Source: LoboStudioHamburg / Pixabay.de)

Die HIN-Plattform - ein Kommunikationsportal für Ärzte, Spitäler und Labore - bietet ihren Mitgliedern neu einen Instant Messenger an. Er heisst "HIN Talk" und funktioniert derzeit auf Android- und iOS-Geräten, schreibt Plattformbetreiber Health Info Net (HIN) in einer Mitteilung. Künftig seien zudem ein Desktop-Client und eine Web-basierte Version geplant.

Mit dem Messenger können sich Nutzer Text- und Sprachnachrichten zusenden, Dateien austauschen und Sprach- oder Videotelefonate führen. Die App sei "so praktisch und einfach zu bedienen wie Whatsapp", schreibt HIN. Gleichzeitig sei die Lösung "datenschutzkonform und sicher nach Schweizer Standard".

Entwickelt hat den Messenger Virtual Network Consult (VNC), eine Softwareschmide aus Zug. Laut eigenen Angaben spezialisiert sich das Unternehmen auf Open-Source-basierte Unternehmensanwendungen und wirbt mit offenen und sicheren Alternativen zu etablierten US-Konzernen. "HIN Talk" basiere teilweise auf dem Messenger "VNCtalk", den das Unternehmen schon seit längerem anbietet. Der Quellcode dieses Messengers stehe vollständig als Open Source zur Verfügung, schreibt VNC. Dies ermögliche unabhängigen Prüfern, die Sicherheit bis auf Codelevel zu evaluieren.

Derzeit könne nur das Gesundheitspersonal HIN Talk nutzen, schreibt VNC. Im nächsten Schritt sei die Bereitstellung auch für Patienten geplant. HIN betreibt noch eine andere Lösung für Videochats namens "HIN Video", die auch Patienten nutzen können. Die Lösung funktioniere jedoch nur auf einigen Browsern, sagte die Schweizer Ärztekammer FMH im April.

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DPF8_190454