Bancassurance

Credit Suisse verkauft neu auch Axa-Versicherungen

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Die Credit Suisse bietet über ihr neues Digital-Banking-Angebot CSX demnächst auch Versicherungen an. Diese kommen von der Axa und werden ab dem 1. Quartal 2021 schrittweise eingeführt.

(Source: Alex Ruhl / shutterstock.com)
(Source: Alex Ruhl / shutterstock.com)

Nächste Woche startet die Credit Suisse ihr digitales Bankangebot CSX. Die Bank hatte ihre Antwort auf Revolut, Neon und Co. im September vorgestellt und damals angekündigt, CSX schrittweise zu erweitern. Nun gibt die Credit Suisse eine Partnerschaft mit der Axa bekannt. Zusammen wolle man integrierte Versicherungslösungen für Kunden lancieren, wie es in einer Mitteilung heisst.

Welche Arten von Versicherungen künftig angeboten werden, teilt die Bank nicht mit. In der Mitteilung heisst es lediglich, man werde gemeinsam "über die CSX-App wie auch in allen anderen Kundenkanälen" sogenannte Bancassurance-Lösungen verkaufen. Sie sollen ab dem 1. Quartal 2021 für ausgewählte Kundengruppen zur Verfügung stehen.

Eine ähnliche Kooperation scheiterte – vor vielen Jahren

Die Credit Suisse ist nicht die erste Bank, die mit einer Versicherungsgesellschaft partnert. Bankassurance-Lösungen gibt es seit Juli beispielsweise von Helvetia und Neon. Noch etwas älter ist das Angebot von UBS und Zurich für Jungunternehmer.

Die Credit Suisse folge mit der Axa-Kooperation einem Trend, kommentiert auch die "Handelszeitung". Im Fall der Grossbank hat sich dieser Trend sogar regelrecht umgedreht: Denn laut der Handelszeitung war die CS einst Besitzerin der Winterthur-Versicherung. 2006 verkaufte die Bank das Versicherungsunternehmen für 12,3 Milliarden Franken an die Axa. Somit "finden sich da zwei Firmen wieder, die sich einst getrennt hatten, weil sie nichts miteinander anfangen konnten", fasst die Handelszeitung zusammen. Dank des technologischen Fortschritts stünden die Chancen einer erfolgreichen Kooperation heute besser.

Welche neuen Versicherungsprodukte aufgrund der Digitalisierung nötig werden, erforschen der Rückversicherer Swiss Re und Hitachi. Diese lancieren bald eine erste Versicherung gegen Digitalisierungsrisiken und wollen künftig ganz neue Angebote entwickeln.

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