AJAX führt nicht automatisch zu einer höheren Benutzerfreundlichkeit

Uhr | Aktualisiert
von jgr@netzwoche.ch
Die Nutzung der Web 2.0-Technologie AJAX führt nicht automatisch zu einer höheren Benutzerfreundlichkeit bei Internet-basierten E-Commerce-Anwendungen. Dies zeigt eine gemeinsame Studie der Hochschule Furtwangen und der Ray Sono AG. Bei dieser Studie wurde die Bedienungsfreundlichkeit dreier Websites im E-Commerce-Bereich jeweils mit und ohne AJAX-Funktionalität durch insgesamt 20 Anwender bewertet. Die Studie griff dabei auf real existierende AJAX-basierte Online-Angebote zurück, deren HTML-Pendants im Rahmen der Studie bei Ray Sono nachgebaut wurden. Die Ergebnisse dieses Tests zeigen, dass die Akzeptanz von Internet-Angeboten in hohem Mass vom subjektiven Nutzen geprägt war, den die Testpersonen den einzelnen Funktionen der Websites zuschreiben. Weiter werden bestehende Standard-Funktionen nur dann in einer neuen Form akzeptiert, wenn diese einen deutlich höheren Grad an Selbsterklärung aufweisen als ihr HTML-Vorgänger. Schliesslich sollten neue Inhalte bei AJAX-Anwendungen durch optische Hervorhebungen gekennzeichnet werden, da Internetnutzer daran gewohnt sind, dass nach Absenden einer Anfrage eine Zeit auf die neuen Inhalte zu warten. Entfällt dies, kann es zu Verwirrungen kommen.
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