Die EU-Kommission setzt auf DVB-H als Standard für Handy-TV
Die EU-Kommission will in Europa für Handy-TV den Standard DVB-H durchsetzen, wie die Kommissarin für Informatikgesellschaft, Viviane Reding, in einem Bericht festlegt.
Beim Aufbau einer Infrastruktur konkurriert DVB-H vor allem mit dem Format DMB, das aus Korea stammt.
DVB-H stammt von Nokia und hat sich in Europa bereits in verschiedenen Ländern durchgesetzt. Italien ist das erste Land, in dem DVB-H bereits in Betrieb ist. In Frankreich, den Niederlande, Deutschland und Spanien soll DVB-H demnächst kommerziell auf den Markt kommen. Laut einer Umfrage der Kommission hatten sich in der EU 17 Länder für DVB-H ausgesprochen, fünf, darunter Deutschland, würden auch DMB unterstützen. Einige hätten sich dazu noch nicht geäussert.
In der Schweiz hat die Comcom erst Anfang des Monats eine Konzession für Fernsehen auf dem Handy ausgeschrieben. Diese schreibt bis Ende Mai 2008 die Versorgung von 30 Prozent der Bevölkerung mit Handy-TV vor. Die Entscheidung über den verwendeten Standard überlässt die Comcom dabei der zukünftigen Konzessionärin. Die Kommisssion empfiehlt allerdings ebenfalls den DVB-H-Standard. Erwartet wird, dass sich von den grossen Mobil-Providern nur Swisscom um die Konzession bewerben wird. Swisscom Broadcast würde dann die Infrastruktur aufbauen und sie den anderen Telcos zur Verfügung stellen.
Handy-TV wird vor allem im Hinblick auf die bevorstehenden Fussball-Europameisterschaften 2008 als lukratives Geschäft betrachtet.
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