ISP gehackt: Was ist zu tun?
Im Falle, dass die Sicherheitsbarrieren eines Internet-Providers durchbrochen werden, rät Jürgen Obermann, Vice President Central Europe des Mail-Security-Spezialisten Mirapoint, den Providern ein gemeinsames Vorgehen, allerdings sollte die Information der Kunden nicht vernachlässigt werden.
"Es ist auf jeden Fall ein erster Schritt in die richtige Richtung, wenn ISP gemeinsam aktiv werden, um wie in diesem Fall eine Spam-Welle zu stoppen. Allerdings ist die Informationspolitik der Provider zu ihren Antispam-Aktionen noch zu sehr auf interne Kanäle fixiert", so Obermann.
Hintergrund dieser Empfehlungen sind die jüngsten Ereignisse bei Tiscali. Der ISP wurde gehackt und der illegale Zugang genutzt, um eine Flut von Spam-Mails zu versenden. Daraufhin setzten vielen Internet-Provider Tiscali auf die Blacklist und blockierten so die Zustellung von E-Mails von Tiscali. Allerdings wurden die Tiscali-Kunden nie über diesen Schritt informiert, so dass sie vergebens versuchten, E-Mails zu versenden. Gemäss Obermann hätten sich die restlichen ISP zwar richtig verhalten, die Tiscali-Kunden hätten aber informiert werden müssen.
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