Zoff zwischen Ebay und Google
Ebay und Google gerieten sich in die Haare. Anlass war offenbar eine Einladung Googles, wie die New York Times berichtet: Google wollte just während der jährlich stattfindenden Ebay Live Conference, an die die grössten Ebay-Verkäufer eingeladen sind, eine Party für eben diese Verkäufer veranstalten. An dieser Party sollte es nicht nur freie Verpflegung, live Musik und sogar gratis Massagen geben, Google wollte den Anlass auch nutzen, um für Checkout zu werben, ein Online-Zahlungssystem, das in direkter Konkurrenz zu Ebays Paypal steht und von Ebay aus den Auktionen verbannt wurde.
Ebay war über diese Einladung alles andere als erfreut. In der Folge beschloss Ebay, keine Search-Ads mehr auf Google zu schalten. Dass dieser Schritt direkt mit Googles Einladung zu tun hat, wollte das Unternehmen nicht bestätigen. Der Grund liege darin, dass Ebay in regelmässigen Tests die Marketineinnahmequellen ändere um zu sehen, welche am besten ankommt, sagte ein Sprecher gegenüber der New York Times.
Google jedenfalls reagierte und gab gestern Mittwoch bekannt, die geplante Party abzusagen. Ob und wann Ebay wieder auf Google wirbt, ist noch nicht klar. In jedem Fall dürfte Google den Einnahmenausfall verkraften können: Ebay wirbt pro Quartal für weniger als 25 Millionenen US-Dollar auf Google, während Google im letzten Quartal 3,7 Millionen US-Dollar einnahm.
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