Offene Daten

Schweiz verliert an Boden im Global Open Data Index

Uhr | Aktualisiert

Zum zweiten Mal ist der Global Open Data Index erschienen. Dieser untersucht aus Sicht der Bürger, wie gut eine Regierung offene Behördendaten umsetzt. Die Schweiz hat gegenüber letztes Jahr ein paar Plätze verloren.

(Quelle: Screenshot von http://index.okfn.org/place/switzerland/)
(Quelle: Screenshot von http://index.okfn.org/place/switzerland/)

Gemäss dem Global Open Data Index steht die Schweiz in Bezug auf Open Data schlechter da als letztes Jahr. Belegte sie 2013 noch den 12. Platz, liegt sie nun auf Platz 24.

Das liegt gemäss den Daten des Indexes vor allem daran, dass sie im Bereich "Government Spending" Punkte verloren hat, also bei den offenen Daten bezüglich finanziellen Budgets und Ausgaben. Stark zugelegt hat die Schweiz dafür bei den Fahrplandaten des öffentlichen Verkehrs.

Platz 1 bis 3 des Global Open Data Index belegen Grossbritannien, Dänemark und Frankreich. 

Was ist der Global Open Data Index?

Der Global Open Data Index ist keine offizielle Repräsentation der Open-Data-Datensätze, die eine Regierung zur Verfügung stellt wie es auf der Website des Global Open Data Index heisst. Vielmehr sei es eine unabhängige Bewertung aus der Sicht der Bürger. Dies, weil ein Land zwar Open-Data-Datensätze zur Verfügung stellen kann, aber so versteckt, dass die Bürger die Daten mit einer einfachen Suche nicht finden.

Hinter dem Index steht die Arbeit lokaler Open-Data-Experten in Zusammenarbeit mit der Organisation "Open Knowledge" und der weltweiten Open Data Community. "Open Knowledge" ist ein weltweites Non-Profit-Netzwerk von Menschen, die sich für die Offenheit von Daten einsetzen.

Der Index wurde 2013 zum ersten Mal erstellt. Dieses Jahr beinhaltet er 97 Länder (oder Plätze, wenn ein Land offiziell nicht als solches anerkennt wird) gegenüber 70 Ländern oder Plätzen in 2013.

Was ist Open (Government) Data?

Hinter offenen Behördendaten, also Open Government Data, steht die Idee, Verwaltungsdaten, die keinerlei Datenschutzrestriktionen unterliegen, der Öffentlichkeit strukturiert und maschinenlesbar zugänglich zu machen, um daraus einen Mehrwert generieren zu können und mehr Transparenz zu schaffen.

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