Spotify fährt massive Verluste ein
Der Musikstreamingdienst Spotify hat im vergangenen Jahr zwar mehr Kunden gewinnen können, bleibt aber dennoch in den roten Zahlen. Das dürfte auch in naher Zukunft so bleiben.
Spotify schreibt weiter tiefrote Zahlen. Der mit Abstand grösste Musikstreamingdienst hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 539,2 Millionen Euro verbucht. Dies schreibt Recode unter Bezug auf einen Geschäftsbericht von Spotify in Luxemburg. 2015 war der Verlust des schwedischen Anbieters mit 231,4 Millionen Euro noch etwa halb so gross.
Spotify kann dafür ein beachtliches Umsatzwachstum vorweisen. Vergangenes Jahr kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um über 50 Prozent auf rund 3 Milliarden Euro. Die Nutzerzahlen stiegen im vergangenen Jahr um 35 Millionen auf 126 Millionen. Laut Recode zählt der Dienst mittlerweile 140 Millionen Nutzer weltweit.
Etwa 90 Prozent der Umsätze verdient Spotify mit Abo-Zahlungen, den Rest mit Werbung. Ein Grossteil der Einnahmen geht weiter an die Musikproduzenten. Laut Bericht sehen Verträge vor, dass Spotify in den nächsten zwei Jahren rund zwei Milliarden Euro an mehrere Labels ausschütten muss. Das Unternehmen dürfte also auch in nächster Zeit noch mit dem Rotstift an seiner Buchhaltung arbeiten.
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